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Die ersten
Fotos der tatsächlich geprägten Münze zeigen
geringfügige Unterschiede gegenüber den bislang
ver-
öffentlichten offiziellen Bildern des ersten kleinen
Gold-
Euros. Insbesondere wurden die Schriften von Vorder- und Rückseite
angeglichen,
die ja von zwei unterschiedlichen Designern stammen.

Erstmals im Bild: Der spezielle Riffelrand
der 20-Euro-Goldmünze, der wie beim großen Gold-Euro
in unregel-
mäßiger Folge von
blanken Zwischenste-
gen unterbrochen ist.

Ministerial-
direktorin Dr. Gisela
Meister-Scheufelen nahm Ende März
zusammen mit dem Stuttgarter Münz-
direktor Dr. Peter Huber die offizielle Erstprägung der
20-Euro-Goldmünze vor.
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Jetzt ist es gewissermaßen amtlich:
Die neue 20-Euro-Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland
ist eine echte Rarität. Das sagte Ministerialdirektorin
Dr. Gisela Meister-Scheufelen, ranghöchste Beamtin des
Finanzministeriums Baden-Württemberg, anlässlich
der Erstprägung der Kleinen Goldmünze
Ende März in Stuttgart.
Dr. Meister-Scheufelen sparte bei der Erstprägung der
neuen 20-Euro-Goldmünze nicht mit Superlativen: Eine
Weltsensation, zitierte die Spitzenbeamtin aus dem Deutschen
Münzen Magazin, sei dieses Goldstück. Denn: Aufgrund
der geringen Produktion von jeweils nur 40.000 Stück
in den fünf deutschen Prägestätten, so
die Ministerialdirektorin, handelt es sich um eine echte
Rarität. Wegen des großen Interesses der Bevölkerung
an Edelmetallen ist damit zu rechnen, dass die Auflage in
kürzester Zeit ausverkauft sein wird.
Dass dies sogar noch untertrieben scheint, bestätigt
das Bundesfinanzministerium. Schon Ende März überstieg
die Zahl der Vorbestellungen die Prägeauflage bei Weitem.
Die begehrten Goldstücke werden nun per Losverfahren
zugeteilt. Die Nachfrage ist auch deshalb so hoch, weil die
20-Euro-Münzen aufgrund ihres geringeren Gewichts einen
entsprechend niedrigen Ausgabepreis haben und so für
viele Kleinanleger und Sammler erschwinglich sind. Dabei ist
die Gesamtauflage von nur 200.000 Exemplaren von jedem Motiv
(je 40.000 pro Prägestätte A,D,F,G,J) deutlich geringer
als bei den Halbunzen-Gold-Euros der UNESCO-Serie (zuletzt
320.000 Gesamtauflage), für die es ja bekanntlich auch
regelmäßig bei ihrer Erstausgabe viel mehr Reservierungen
gibt, als Münzen zur Verfügung stehen. Dementsprechend
ausgeprägt werden auch die künftigen Wertsteigerungs-chancen
dieser Goldmünzen sein. Einige Experten rechnen mit einer
kurzfristigen Verdoppelung des Handelswerts, andere sehen
gar ein noch viel höheres Potential.
Hohes Wertsteigerungspotential
Wie in unserer letzten Ausgabe ausführlich
berichtet, startet die Bundesrepublik Deutschland 2010
neben dem 100-Euro-UNESCO-Programm eine neue, sechsteilige
Serie Kleiner Goldmünzen. Sie erscheint zum
von der UN ausgerufenen Internationalen Jahr der Wälder
2011 mit dem Thema Deutscher Wald und besteht
aus 17,5 Millimeter großen Münzen im Gewicht von
1/8 Unze (3,89 Gramm) reinem Gold. Als Motive werden nicht
ganze Bäume gezeigt, sondern jeweils nur ein einzelnes
Blatt beziehungsweise bei Nadelbäumen ein Zweig
2010 das Eichenblatt. Nächstes Jahr wird die Serie mit
der Buche fortgesetzt, 2012 und 2013 finden sich Zweige von
Fichte und Kiefer als Münzmotiv, 2014 ist die Kastanie
an der Reihe und den Abschluss bildet im Jahr 2015 das typisch
geformte Blatt einer Linde.
Die Reduzierung auf ein Blatt/Zweig war die Vorgabe an die
Künstler, denn das Motiv sollte auch auf der kleinen
zur Verfügung stehenden Fläche plakativ zur Geltung
kommen. Geschaffen wurden die Reliefs von den Erfolgsdesignern
Heinz Hoyer aus Berlin (Eiche und Kastanie) sowie Frantisek
Chochola aus Hamburg (übrige Bildseiten und Wertseite),
die als Sieger aus einem Gestaltungswettbewerb hervorgingen.
Die gemeinsame Rückseite aller sechs Münzen zeigt
den deutschen Wappenadler in klassischer Form sowie Landesbezeichnung,
Wertstufe, Jahreszahl und zwölf Europasterne. Hier findet
sich auch das Prägezeichen der jeweiligen Münzstätte,
durch die sich die Ausgaben eines Jahrgangs unterscheiden.
Die Erstausgabe mit dem Motiv Eiche ist für
den 23. Juni vorgesehen. Und zwar mit großem Pomp auf
allerhöchster politischer Ebene: Im Rahmen eines Festaktes
im Schloss Bellevue in Berlin wird Bundespräsident Dr.
Horst Köhler an seinem Amtssitz symbolisch die erste
Münze überreicht. Ein Superlativ auch dies: Noch
nie hat das deutsche Staatsoberhaupt persönlich an einer
Münzpräsentation teilgenommen.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Mai / Juni 2010.
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