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Wolfgang Erzinger, Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin.
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Diese Münzen werden der Renner, stellte
ein Händler auf der World Money Fair ganz begeistert
fest. Die Frage für den Sammler sei nicht, was diese
Münzen kosten, sondern ob man überhaupt eine bekommt,
fügte er hinzu. Ich konnte ihm zustimmen: Nicht das Thema
oder die Motive sind es, die die Sammler bei der neuen deutschen
Goldserie Deutscher Wald euphorisieren, sondern
eher die technischen Spezifikationen in Kombination mit der
niedrigen Auflage.
Nur 40.000 Exemplare pro Prägestätte wird es von
der Erstausgabe Eiche im Juni geben und
das von einer offiziellen Gold-Gedenkmünze der Bundesrepublik
Deutschland, die gerade einmal ein Viertel des Goldgewichts
einer 100-Euro-Münze der UNESCO-Reihe auf die Waage bringt.
Kleine Goldmünzen nennt das Bundesfinanzministerium
die Neuausgaben, wobei das Kleine großgeschrieben
ist ein neuer amtlicher Gattungsname also.
Kleiner heißt auch leichter. Und entsprechend geringer
wird der Ausgabepreis sein, der sich ja, wie bei allen deutschen
Gold-Euros, am Weltmarktpreis des Edelmetalls am Tag vor der
Ausgabe orientiert. Ganz neue Käuferkreise werden damit
erschlossen all jene Sammler, die sich die halbe Unze
der goldenen Hunderter nicht (mehr) leisten können oder
wollen. Hinzu kommen noch die vielen Kleinanleger im Goldrausch,
denen eine 1/8 Unze in Zeiten knapper Kasse gut zupass käme.
Nun ist es bekanntlich so, dass auch der große Gold-Euro
regelmäßig bereits vor dem Ersttag durch Vorbestellungen
ausverkauft ist und den Interessenten per Losverfahren zugeteilt
wird. Und das bei einer Auflage von zuletzt 320.000 Stück!
Bei insgesamt nur 200.000 Exemplaren der erschwinglicheren
Deutscher Wald-Erstausgabe wird es ein beinhartes
Hauen und Stechen im Zuteilungsverfahren geben. Eine Volksmünze
wird das nicht. Auch wenn sie ihre Größe vielleicht
dazu prädestinieren würde. Nur jeder 400. Bürger
unseres Landes kann rechnerisch eine solche Münze besitzen.
Deshalb werden auch viele Deutschland-Sammler leer ausgehen.
Das Ganze hat natürlich auch ein wenig mit Spekulation
zu tun: Man darf sicher davon ausgehen, dass dieses (Eichen-)
Blattgold gegenüber dem amtlichen Ausgabepreis,
der noch nicht festgesetzt ist, in kürzester Zeit zulegen
wird. Aber warum eigentlich nicht? Ein bisschen mehr Wertsteigerungsphantasie
beim Sammelgebiet Deutschland kann ja nicht schaden.
Ihr

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