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Wolfgang Erzinger, Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin.
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Beim Surfen im Internet stieß ich jüngst auf das
Stichwort Sammeln in der freien Enzyklopädie
Wikipedia. Interessant, was dort als Welt-Wissen
über unsere Leidenschaft zu lesen steht: Als positive
Aspekte werden unter anderem genannt, dass Sammeln als entspannende
Tätigkeit dem Stress entgegenwirken könne und der
persönlichen Weiterbildung diene, da sich der Sammler
in der Regel mit historischen und geografischen Aspekten seiner
Sammelobjekte auseinandersetzt.
Gerade in Gesellschaften, in denen die Menschen mehr Freizeit
haben, diene das Sammeln dem Zeitvertreib, verhindere Langeweile
und Untätigsein. Und es vermittelt das positive
Gefühl der Wertschöpfung und trägt somit zum
Wohlbefinden bei. Aber das haben Sie als Leser des Deutschen
Münzen Magazins selbstverständlich längst selbst
entdeckt.
Wichtig für Münzensammler ist die Spezialisierung.
Natürlich kann auch eine Alle-Welt-Sammlung
Spaß machen, die sich aus Zufallsfunden oder Reisemitbringseln
speist. Aber in aller Regel fühlt sich der Sammler am
Wohlsten, wenn er in einer bestimmten Art und Weise komplett
ist. Bei vielen Gebieten ist das kein Problem, weil es nur
eine überschaubare Anzahl von Ausgaben gibt oder es sich
gar um ein sogenanntes abgeschlossenes Sammelgebiet
handelt, wie etwa DDR. Deutsche Silber- und/oder
Gold-Euros sind ein gutes Beispiel dafür, wie man eine
Ländersammlung vollständig zusammentragen kann,
ohne sich zu verzetteln.
Bei länderübergreifenden Kollektionen kann das schon
schwieriger werden. Euro komplett ist praktisch
nicht (mehr) zu schaffen. Deshalb ist auch hier eine Spezialisierung
gefordert. Die 2-Euro-Gedenkmünzen als klar definierte
Spezifikation, die EUROPA-Serie mit dem Stern oder Kleinste
Gold-Euros bieten gute Möglichkeiten, das Sammelgebiet
zu begrenzen. Und bei beliebten Motivsammlungen wie Fußball-WM
sollte man sich beispielsweise auf die offizellen Ausgaben
konzentrieren, die von der FIFA autorisiert sind.
Lassen Sie sich von unseren Beiträgen inspirieren, damit
es nicht dazu kommt, wovor Wikipedia düster
warnt: Sammler können dem Krankheitssymptom der
Sammelwut verfallen, heißt es dort. ...
im Extremfall kann das als Sucht dazu führen, dass nicht
nur eine Sammlung in einem klar abgegrenzten Sachgebiet angelegt
wird, sondern dass alles gesammelt wird, was dem Sammler in
die Hände kommt. Davor, liebe Leserin, lieber Leser,
möchten wir Sie gerne bewahren.
Ihr

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