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Der Berliner Bildhauer
Prof. Christian Höpfner schuf dieses Porträt nach
einem Bildnis von 1846 und gewann damit den Münzwettbewerb.


Die binäre Computersprache aus
Null und Eins überlagert symbolisch das Porträt
von Zuse im siegreichen Entwurf von Heinz Hoyer aus Berlin.
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Der nächste deutsche Münzenjahrgang ist mit
den ersten beschlossenen 10-Euro-Designs für 2010 numismatisch
eingeläutet. Den jeweiligen Münzwettbewerb konnten
die Berliner Künstler Prof. Christian Höpfner bzw.
Heinz Hoyer für sich entscheiden.
Der deutsche Münzenjahrgang 2010 nimmt Gestalt an: Mit
den kürzlich entschiedenen Wettbewerben für die
Silber-Euros 200. Geburtstag des Komponisten Robert
Schumann und 100. Geburtstag von Konrad Zuse,
die für Mai bzw. Juni nächsten Jahres angekündigt
sind, stehen die ersten beiden 2010er Motive in 10 Euro Silber
fest. Den Wettbewerb für die Gestaltung der Schumann-Gedenkmünze
konnte der Berliner Kunstprofessor und Bildhauer Christian
Höpfner für sich entscheiden, der auch schon den
im November 2009 erscheinenden Silber-Euro zu Ehren von Marion
Gräfin Dönhoff entworfen hat.
Schumann-Porträt zum 200. Geburtstag des Komponisten
Das neue Motiv Höpfners ist nach einem zeitgenössischen
Porträtrelief Robert Schumanns gestaltet, das ursprünglich
als Doppelbildnis im Jahr 1846 angefertigt wurde. Es zeigt
den damals 36-jährigen Schumann im Kopfprofil vor einem
angeschnittenen Porträt seiner Frau Clara. Das von beiden
geliebte Kunstwerk erlangte bereits zu Schumanns Lebzeiten
große Popularität und lieferte nun allerdings
umgearbeitet zum Einzelporträt nach dessen Tod
im Jahr 1856 auf Claras Wunsch die Vorlage für das Grabdenkmal
auf dem Alten Friedhof in Bonn. Insofern ist die Wahl
und die gelungene Umsetzung dieses Porträts als Motiv
für die Gedenkmünze des großen Romantikers
unter den deutschen Komponisten als ideal zu bezeichnen,
lobte das Preisgericht. Des weiteren, dass die zeitgemäße
klare Schrift in einem interessanten Kontrast zum klassischen
Porträt stehe.
Bei der vorgesehenen Randschrift für die Schumann-Gedenkmünze
einigte sich die Jury auf ein Zitat aus dessen Tagebuch von
1828: TÖNE SIND HÖHERE WORTE.
Konrad Zuse Visionär zwischen Null und Eins
Die Randschrift des zweiten deutschen Silber-Euros für
2010 soll dagegen KONRAD ZUSE VISIONÄR ZWISCHEN
NULL UND EINS lauten, was der siegreiche Entwurf im
Wettbewerb von Heinz Hoyer aus Berlin gelungen umsetzt. Die
zukunftsweisende binäre Rechnersprache mit dem stilisierten
Profil Zuses zu überlagern, ist deshalb überzeugend,
weil sie damit der noch heute bestehenden Bedeutung Zuses
und seiner Arbeiten gerecht wird, lobte das Preisgericht.
Ebenso die thematisch dazu passenden Lochstreifen in der Darstellung,
sowie die Auflistung seiner zahlreichen Apparate von Z1 bis
Z64. Damit kommt die historische Rolle Zuses als Pionier der
elektronischen Datenverarbeitung und Erfinder der ersten auf
binärer Zahlenbasis arbeitenden, programmgesteuerten
Rechenanlagen bzw. Computer treffend zur Geltung. Als formales
Gestaltungselement sei das Quadrat im Kreis mit integriertem
Profil eindrücklich und klassisch, hob die Jury noch
hervor.
Spezifikationen:
200. Geburtstag von Robert Schumann / 100. Geburtstag von
Konrad Zuse, 2009,
2 x 10 Euro, Silber 925/1000, ø 32,5 mm, 18 g, Auflagen
je 1,5 Millionen in Stempelglanz und 200.000 in Spiegelglanz
(Polierte Platte),
Prägestätten Hamburg (J) / Karlsruhe (G).
Vollständiger Artikel und die Konkurrenz-Entwürfe
im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Juli / August 2009.
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