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Der Gold-Euro 2009 zeigt eine Collage
historischer Bauwerke in Trier, die auf der UNESCO-
Weltkulturerbeliste
stehen. Die Münze erscheint im Oktober.
Michael Otto aus Rodenbach holte sich den Sieg im Münzwettbewerb.
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Mit einem gelungenen Ensemble berühmter Trierer
Baudenkmäler der UNESCO-Welterbeliste wird auf dem Gold-Euro
2009 Deutschlands älteste Stadt gewürdigt. Der Entwurf
stammt von Michael Otto aus Rodenbach.
Mitte November 2008 entschied das Bundeskabinett unter Leitung
von Bundeskanzlerin Angela Merkel über den Entwurf der
diesjährigen deutschen 100-Euro-Goldmünze. Die Bundesregierung
folgte dabei der Empfehlung des Preisgerichts, das einem Entwurf
des 42-jährigen Grafikers und Medailleurs Michael Otto
aus Rodenbach den 1. Preis im Künstlerwettbewerb zuerkannt
hatte.
Dem Künstler, heißt es in der Beurteilung
wörtlich, ist es auf der Bildseite sehr gut gelungen,
das Thema UNESCO Welterbe Römische Baudenkmäler
Dom und Liebfrauenkirche in Tier in Komplexität
und harmonischem Zusammenspiel darzustellen. Michael
Otto griff dabei zu einem Stilmittel, das schon große
Medailleure der Renaissance wählten, wenn sie ganze Stadtansichten
plakativ auf dem kleinen Rund eines einen Talers unterbringen
mussten: Er schuf eine Collage mit den wichtigsten Baudenkmälern
Triers, die, so die Wettbewerbsjury, durch ihre filigrane
und realistische künstlerische Gestaltung besticht.
Im Klartext: Großes Lob dafür, dass hier nicht
versucht wird, durch Abstraktion zu verfremden, sondern die
einzelnen Bauwerke detailgetreu gezeigt werden. Das ist es,
was die Sammler lieben.
Gelungene Collage
Das Gebäudeensemble ruht auf den massiven Pfeilern der
Römerbrücke über der Mosel, dem ältesten
noch erhalten römischen Brückenbau nördlich
der Alpen. Dominierend in der oberen Münzhälfte
erheben sich der Trierer Dom und die mittelalterliche Liebfrauenkirche,
die auch in der Umschrift namentlich erwähnt sind. Zwischen
Brücke und Dom ist links das Wahrzeichen der Stadt angeordnet,
die Porta Nigra. Dahinter ist die Igeler Säule zu erkennen,
das Totenmal einer reichen Tuchhändlerfamilie aus der
Römerzeit.
Neben dem antiken Stadttor schließt sich die Ruine der
Kaiserthermen, eine der drei römischen Badeanlagen Triers,
an. Das Bauwerk ganz rechts auf der Brücke ist unschwer
als Konstantin-Basilika zu erkennen, deren Grundmauern ebenfalls
aus der Antike stammen.
Damit sind in dem Relief sieben der insgesamt neun Kulturdenkmäler
Triers dargestellt, die 1986 in die Liste des UNESCO-Welterbes
aufgenommen wurden. Auf die Abbildung des Amphitheaters und
der Barbarathermen hat der Münzdesigner bewusst verzichtet,
damit das ganze Ensemble nicht zu kleingliedrig wird und auf
der im Original 28 Millimeter messenden Goldmünze auch
ohne Lupe gut zu erkennen ist.
Überzeugt hat das Preisgericht schließlich auch
die Darstellung des Bundesadlers auf der Wertseite, die, so
das Jury-Urteil, einem Hoheitssymbol angemessen
ist.
Top-Sammelgebiet: Deutsche Goldmünzen
Die Gold-Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland
haben sich in den letzten Jahren zu einem absoluten Top-Sammelgebiet
entwickelt. Der anhaltende weltweite Gold-Boom und die hohe
Nachfrage bei vergleichweise geringen Auflagen sorgten dafür,
dass sämtliche deutschen Goldmünzen im Wert gestiegen
sind. Die schwere Krise der internationalen Finanzmärkte
verstärkt diesen Trend weiter, denn immer mehr Menschen
investieren jetzt in Sachwerte. Und Gold steht hier auf der
Beliebtheitsskala ganz oben!
Die erfolgreiche UNSECO-Reihe mit 100-Euro-Goldmünzen
wird (natürlich) fortgesetzt: 2010 ist die Würzburger
Residenz und der Hofgarten an der Reihe, 2011 die berühmte
Wartburg bei Eisenach, 2012 der Aachener Dom und im Jahr 2013
die auf der Welterbeliste stehende Parkanlage Gartenreich
Dessau-Wörlitz. Die Sammler dürfen sich schon
heute auf weitere schöne Motive freuen, die diese wertvolle
Kollektion ergänzen.
Spezifikationen:
UNESCO Welterbe, Römische Baudenkmäler
Dom und Liebfrauenkirche in Tier, 2009, 100 Euro, Gold
999/1000, 28 mm, 15,5 g, Stempelglanz, Auflage wird noch festgelegt.
Prägestätten: A,D,F,G,J. Ausgabetag: 1. Oktober
2009.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Januar / Februar 2009.
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