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Nach dem Vorbild der Serie 50 Jahre Römische
Verträge wird 2009 das Jubiläum 10 Jahre
Euro mit motivgleichen 2-Euro-Gedenkmünzen gewürdigt,
die sich durch die Aufschriften in Landessprache unterscheiden
(Retuschen: Friziodesign).

Euro-Präsentation 1999 in Brüssel.
10 Jahre Euro
Zehn Jahre Euro? Manch einen mag dieses Jubiläum im Jahr
2009 zunächst verwirren. Der Euro wurde doch 2002 eingeführt...
Richtig ist: Die neue Währung wurde bereits 1999 als
sogenanntes Buchgeld eingeführt, das heißt,
alle bargeldlosen Finanztransaktionen (zum Beispiel zwischen
den Banken) wurden seit dieser Zeit offiziell in Euro abgerechnet.
Lediglich die Einführung von Banknoten und Münzen
fand erst drei Jahre später statt.
Voraussetzung für die Einführung des Euro war die
Gründung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.
Die damaligen Mitglieder der Europäischen Wirtschafts-gemeinschaft
verpflichteten sich 1990 zu einer vollständigen
Liberalisierung des Kapitalverkehrs und einer engen Kooperation
in der Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik. Nachdem 1994
mit dem EWI der Vorläufer der Europäischen Zentralbank
installiert war, trat am 1. Januar 1999 die dritte Stufe der
Währungsunion in Kraft. Die Wechselkurse der damals elf
Mitglieder der Währungsunion untereinander wurden unwiderruflich
festgelegt und der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt.
Diesen Jahrestag würdigt die neue 2-Euro-Gedenkmünzenserie,
die im Januar 2009 in allen 15 Ländern, die 2008 zur
Eurozone zählten, motivgleich erscheinen wird.
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Nach 50 Jahre Römische Verträge
im letzten Jahr wird es im Januar 2009 eine weitere 2-Euro-
Gedenkmünzenserie geben: 10 Jahre Wirtschafts-
und Währungsunion. Alle Münzen haben wieder
ein gemeinsames Bildmotiv und unterscheiden sich durch die
landesspezifischen Aufschriften.
Spektakuläre Gemeinschaftsserie zum Auftakt des Sammlerjahrs
2009: Zur Feier des 10. Jahrestags der Gründung der Europäischen
Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) werden alle 15
vielleicht mit der Slowakei sogar 16 Vollmitglieder
des Euro-Raums im Januar motivgleiche 2-Euro-Gedenkmünzen
herausgeben, die an dieses historische Datum erinnern. Es
ist ein politisch wie numismatisch denkwürdiges Ereignis,
denn zu diesem Zeitpunkt wurde offiziell auch der Euro eingeführt
wenngleich er als Bargeld dann erst drei Jahre später
in Umlauf kam.
Vorbild Römische Verträge
Vorbild für die neue Gemeinschaftsserie ist das 2-Euro-Gedenkmünzenprogramm
von 2007 zum Thema 50 Jahre Römische Verträge,
das allen Sammlern noch in lebhafter Erinnerung ist. Wie damals
werden die Münzen wieder ein einheitliches Bildmotiv
haben und sich lediglich durch Aufschriften in den unterschiedlichen
Nationalsprachen unterscheiden. Dass diese Einheit in
Vielfalt (Europa-Motto) keineswegs langweilig sein muss,
hat die Vorgänger-Serie bewiesen.
Denn nicht nur die Inschriften machten den Unterschied, sondern
auch die Auflagen: So wurde die Slowenien-Münze mit ihrer
Kleinauflage von nur 400.000 Exemplaren zu einem gesuchten
Sammlerstück. Eine Besonderheit war zweifellos auch die
Gedenkmünze aus Luxemburg, die durch ein Hologramm auffällt,
das je nach Lichteinfall den linken Teil des Gemeinschaftsmotivs
oder das Porträt von Großherzog Henri zeigt. Mit
diesem Trick entgingen die Luxemburger einer Änderung
ihres Münzgesetzes, das vorschreibt, dass auf jeder Münze
des Landes das Staatsoberhaupt gezeigt werden muss.
Man darf also auf die neue Gemeinschaftsserie gespannt sein.
Wird es wieder so große Auflagen-Unterschiede geben?
Davon ist auszugehen. Luxemburg etwa hat schon angekündigt,
nur 500.000 Exemplare prägen zu lassen. Macht Luxemburg
wieder ein Hologramm oder wird doch noch wie in den
Niederlanden für dieses Gemeinschaftsprojekt das
Gesetz geändert? Außerdem: Was erwartet uns von
den Euro-Neulingen Malta und Zypern? Und wird vielleicht sogar
die Slowakei schon dabei sein, die voraussichtlich 2009 als
16. Land den Euro einführen wird?
Internet-Abstimmung
Eine echte Premiere feierte die 10 Jahre Euro-Serie
schon im Vorfeld: Erstmals wurde das Motiv einer 2-Euro-Gedenkmünze
von den Bürgern bestimmt. Aus einer Vorauswahl von fünf
Entwürfen durften alle EU-Bürger vom 31. Januar
bis 22. Februar 2008 im Internet ihr Lieblingsmotiv wählen.
Trotz der kurzen Vorlaufzeit für den Wettbewerb, seine
ausschließliche Beschränkung auf das Internet und
der schlechten Öffentlichkeitsarbeit (nur wenige Sammler
wussten überhaupt davon) wurden schließlich nach
offiziellen Angaben 141.675 Stimmen gezählt, von denen
sich eine Mehrheit von 41,48 Prozent für den Entwurf
des griechischen Künstlers Georgios Stamatopoulos entschied.
Der für die griechische Zentralbank tätige Bildhauer
ist den Sammlern kein Unbekannter: Er schuf auch die acht
Euro- und Cent-Umlaufmünzen seines Heimatlandes.

Das Strichmännchen machte das Rennen
Das Design der Jubiläumsmünze versinnbildlicht den
Euro als geschichtsträchtiges Symbol: Die Handelsbeziehungen
zwischen den Menschen haben sich vom prähistorischen
Tauschhandel, angedeutet durch die primitive Gestaltung
des Motivs, bis hin zur Wirtschafts- und Währungsunion
entwickelt. Am unteren Bildrand über dem silberfarbenen
Sternenkreis steht die landessprachliche Abkürzung für
die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion,
die auf deutsch W.W.U. lauten wird, und die Jahreszahlen 1999-2009.
Über dem Strichmännchen-Motiv hat im Halbrund der
jeweilige Landesname Platz.
Mit 32,67 Prozent der abgegebenen Stimmen landete ein Entwurf
aus Österreich im Wettbewerb auf dem zweiten Platz. Das
Motiv zeigt eine Spirale mit zehn Sternen, die sich, größer
werdend, um das Euro-Zeichen windet und eine abstrahierte
Menschenkette darstellt. Lange Zeit lag dieser Entwurf auf
Platz 1. Erst in den letzten Tagen der Abstimmung wendete
sich für viele Beobachter auf wundersame Weise
das Blatt und das griechische Design machte schließlich
das Rennen.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Mai / Juni 2008.
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