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Wolfgang Erzinger, Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin.
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Es ist doch schön, nicht mehr belächelt zu werden.
Wie hackten die selbsternannten Börsengurus auf den Gold-Anlegern
herum! Gold, das bringe keine Zinsen und sei nur etwas für
Sicherheitsfanatiker. Noch vor ein, zwei Jahren galten Goldpreis-Prognosen
von 800 oder gar 1.000 Dollar pro Feinunze als utopisch. Wer
so etwas auch nur laut dachte, wurde bestenfalls als Träumer
bemitleidet.
Ganz anders heute: Wer sich noch zu niedrigen Preisen mit
Gold eindeckte, dem ist heute die Bewunderung über seinen
Weitblick sicher. Gold kletterte im Januar 2008 erstmals über
das 850-Dollar-Allzeithoch von 1980 auf immer
neue Höchststände. Heute, da ich diese Zeilen schreibe,
liegt der Kurs bei 920 Dollar!
Die Gründe dafür sind vielfältig. Zweifellos
tragen der schwache Dollar dazu bei, die US-Immobilienkrise
und allgemeine Inflationsängste. Aber auch fundamentale
Daten sprechen für einen weiter steigenden Goldpreis.
So ist eine anhaltend hohe Nachfrage aus den aufstrebenden
Wirtschaftsnationen Indien und China zu beobachten. Dort gilt
Gold noch als Zeichen wahren Reichtums. Wer es sich leisten
kann, investiert in das gelbe Edelmetall nach dem Motto: Wer
Geld hat, kauft Gold.
Auf der Angebotsseite sieht es dagegen düster aus: Die
Goldförderung wird immer teurer, weil die größten
Vorkommen bereits ausgebeutet sind. Und die Staatsbanken,
die nach wie vor große Vorräte horten, denken nicht
daran, größere Mengen zu verkaufen.
Wer also heute den Goldpreis über 1.000 Dollar sieht,
gilt durchaus als Realist. Inflationsbereinigt haben wir sogar
noch reichlich Luft nach oben, bis wir die Kaufkraft der berühmten
850 Dollar von 1980 erreichen: Sie entsprechen heute rund
2.300 Dollar.
Und noch eines ist bemerkenswert: Selbst angesehene Wirtschaftszeitungen
warnen heute vor Papier-Gold. Denn diese Gold-Zertifikate,
die an der Börse gehandelt werden, sind eben letztlich
nur Schuldverschreibungen. Geht der Emittent pleite, nützt
auch ein steigender Goldpreis nichts mehr. Ein sicherer
Hafen ist das nicht.
Deshalb raten immer mehr ernstzunehmende Geldanlagespezialisten
zum Kauf von physischem Gold, also Barren oder Münzen.
Die Sammler hatten also doch Recht mit ihrem Bauchgefühl.
Ihr

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