Aktuell: November / Dezember 2007 Aktuelles Heft
 
Top-Thema für Münzensammler: Olympische Spiele



Knappe Auflagen und hohe Nachfrage führt bei den neuen chinesischen Olympia-Münzen zu Preissteigerungen. Die 5-Unzen-Goldmünze ist längst restlos ausverkauft.

Das größte Gedenkmünzen-Programm, das je zu zu Olympischen Winterspielen erschienen ist, legt Kanada anlässlich "Vancouver 2010" auf.

 

Die internationalen Gedenkmünzen zu Peking 2008 und Vancouver 2010, allen voran natürlich die der Gastgeberländer, führen eine lange erfolgreiche Tradition weiter. Und sie belegen erneut: Olympiamünzen gehören nach wie vor weltweit zu den absoluten Top-Sammelgebieten.

Das weltweit beliebte numismatische Sammelgebiet „Olympische Spiele“ steht derzeit ganz im Zeichen der Sommerolympiade Peking 2008 und der nächsten Winterspiele in Vancouver 2010. Die große Beliebtheit des Olympia-Sammelgebiets rührt nicht zuletzt daher, dass es sich auf Jahrtausende alte Traditionen berufen kann. Olympiamünzen sind also keine ­Modeerscheinung, sondern gehören von Beginn an zur Numismatik.

Schon in der griechischen Antike gab es zahlreiche Olympiamünzen, die Sportarten wie das Bogenschießen, Ringen oder Wagenlenken zeigten, aber auch auf die Preise für siegreiche Athleten hinwiesen. Ein vorläufiges Ende für die frühen Prägungen kam Ende des vierten Jahrhunderts, als der römische Kaiser Theodosius I. per Dekret alle heidnischen Kulte verbot, worunter auch die Olympischen Spiele fielen.

Nach einer Pause von mehr als eineinhalb Jahrtausenden wurden die Olympischen Spiele 1896 wieder geboren. Seit Anbeginn der Neuzeit hatten ihr Geist und ihre Ideale eine große Anziehungskraft auf Intellektuelle und Literaten in ganz Europa ausgeübt, weshalb es dann auch der französische Sozialwissenschaftler Pierre de Coubertin war, der als moderner Gründervater in Erscheinung treten sollte. Auf die ersten Olympiamünzen der Moderne mussten die Sammler allerdings noch über ein halbes Jahrhundert warten.

Erst anlässlich der XV. Olympischen Sommerspiele in Helsinki 1952 war es Finnland, das die ersten Olympia-Gedenkmünzen prägte. Sie erschienen 1951 und 1952 (siehe aufgeprägtes Datum) mit 500 Markka Nennwert in Silber. Die ersten Gedenkmünzen zu Olympischen Winterspielen wiederum folgten von Österreich anlässlich der IX. Winterolympiade in Innsbruck 1964 mit 50 Schilling Nennwert in Silber.

Kanada lieferte dann weitere zwölf Jahre später anlässlich der XXI. Sommerspiele in Montréal 1976 die nächste Neuerung, indem es die ersten olympischen Goldmünzen eines Gastgeberlandes prägte – und auch zur XXI. Winterolympiade Vancouver 2010 sorgt Kanada wieder für numismatische Überraschungen.

Als nächstes folgen nun sportlich gesehen im kommenden Jahr die XXIX. Olympischen Sommerspiele in Peking 2008, was für Gastgeber China eine große Ehre bedeutet und entsprechend mit einem beeindruckenden Gedenkmünzen-Programm gewürdigt wird. Zum ersten Mal finden die Olympischen Spiele im bevölkerungsreichsten Land der Erde statt, was sicherlich mit ein Grund dafür ist, dass die chinesischen Peking-2008-Gedenkmünzen sich weltweit einer riesigen Nachfrage erfreuen.


Lesen Sie in der Titelgeschichte des Deutschen Münzen Magazins 6/2007:

- Weltweit begehrt: Deutliche Wertsteigerungen bei Gedenkmünzen des Peking-2008-Programms

- China: 5-Unzen-Goldmünze nach kurzer Zeit restlos ausverkauft

- Kanada: Die erste Anlagemünze mit den Olympischen Ringen

- Vancouver 2010: Münzprogramm der Superlative


 


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