Aktuell: November / Dezember 2007 Aktuelles Heft
 
Gold auf Rekordkurs: Höchster Preis seit 1980


Der Goldpreis strebt weiter neue Bestmarken an. Im Oktober erreichte er mit über 760 Dollar pro Feinunze seinen höchsten Stand seit 1980. Experten sehen bereits die 1000-Dollar-Grenze in greifbarer Nähe.

Seit fast 28 Jahren war Gold nicht mehr so wertvoll wie heute. Der kometenhafte Anstieg des gelben Edelmetalls kennt offenbar keine Grenzen. Berichteten wir noch in unserer letzten Ausgabe von Prognosen angesehener Goldmarkt-Analysten, die bis Ende dieses Jahres das Überschreiten der psychologisch wichtigen 700-Dollar-Marke für möglich hielten, so wurden diese – von einigen als zu optimistisch gewerteten Voraussagen – von der Realität praktisch überrollt.

Bereits Ende September überschritt der Goldpreis die Höchstmarke vom Mai 2006. Damals war der Kurs kurzfristig auf 730 Dollar angestiegen. Im Oktober lag er schon bei über 760 Dollar pro Feinunze und damit auf seinem höchsten Stand seit 1980.

„Anleger flüchten in Gold“ titelte das „Manager-Magazin" und begründete den Run auf das Edelmetall unter anderem mit der anhaltenden Talfahrt des Dollars und der US-Hypothekenkrise. „Gold", so das Manager-Magazin, „gilt seit jeher als vergleichsweise sicherer Hafen für Sparer. In jüngster Zeit haben die Anleger das gelbe Edelmetall aber auch als besonders gewinnbringende Geldanlage kennen gelernt."

In dasselbe Horn stößt auch die Tageszeitung „Die Welt" und schreibt: „Alle Formen des gelben Metalls sind gefragt – bis hin zu Münzen und Barren. ... Momentan scheint schlicht alles für das älteste Anlagemedium der Welt zu sprechen". Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert den Edelmetallhändler Martin Siegel mit den Worten: „Die Nachfrage nach Gold und Silber stieg in den vergangenen Wochen dramatisch an. Der Markt für Goldmünzen ist praktisch leergekauft." Die Umsätze seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um das Fünffache gestiegen. Ein ähnliches Bild beobachtete die „FAZ" bei einem Goldhändler in München: Interessenten mussten feststellen, „dass viele der sonst stets im Laden vorhandenen Münzen und Barren Mangelware oder gänzlich ausverkauft waren."

Übrigens gilt der Aufwärtstrend auch für andere Edelmetalle, wie Silber oder Platin: Es gebe derzeit Kunden, die aus Angst vor weiteren Börsenunruhen kiloweise Silberanlagemünzen kauften, berichtete Michael Becker vom Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels. Selbst große Münzstätten wie die Royal Canadian Mint hätten statt eines sonst prall gefüllten Lagers eine dreiwöchige Lieferzeit für Silbermünzen, so Becker laut „FAZ".

Und ein Ende der Edelmetall-Kursrallye ist nicht in Sicht. Im Wirtschaftsteil der „Stuttgarter Nachrichten" werden amerikanische Goldfachleute zitiert, die den Goldpreis „im Schnellgang auf 1000 Dollar" steigen sehen.

So jubelte auch die „Bild"-Zeitung: „Goldene Zeiten brechen an." Kurz und knapp bringt die Online-Ausgabe des Boulevardblatts die Lage auf den Punkt: „Die Kurse sind wie das gelbe Edelmetall selbst: einfach glänzend.“

Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe November / Dezember 2007.


 


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