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Der Goldpreis strebt weiter neue Bestmarken an. Im Oktober
erreichte er mit über 760 Dollar pro Feinunze seinen
höchsten Stand seit 1980. Experten sehen bereits die
1000-Dollar-Grenze in greifbarer Nähe.
Seit fast 28 Jahren war Gold nicht mehr so wertvoll wie heute.
Der kometenhafte Anstieg des gelben Edelmetalls kennt offenbar
keine Grenzen. Berichteten wir noch in unserer letzten Ausgabe
von Prognosen angesehener Goldmarkt-Analysten, die bis Ende
dieses Jahres das Überschreiten der psychologisch wichtigen
700-Dollar-Marke für möglich hielten, so wurden
diese von einigen als zu optimistisch gewerteten Voraussagen
von der Realität praktisch überrollt.
Bereits Ende September überschritt der Goldpreis die
Höchstmarke vom Mai 2006. Damals war der Kurs kurzfristig
auf 730 Dollar angestiegen. Im Oktober lag er schon bei über
760 Dollar pro Feinunze und damit auf seinem höchsten
Stand seit 1980.
Anleger flüchten in Gold titelte das Manager-Magazin"
und begründete den Run auf das Edelmetall unter anderem
mit der anhaltenden Talfahrt des Dollars und der US-Hypothekenkrise.
Gold", so das Manager-Magazin, gilt seit
jeher als vergleichsweise sicherer Hafen für Sparer.
In jüngster Zeit haben die Anleger das gelbe Edelmetall
aber auch als besonders gewinnbringende Geldanlage kennen
gelernt."
In dasselbe Horn stößt auch die Tageszeitung Die
Welt" und schreibt: Alle Formen des gelben Metalls
sind gefragt bis hin zu Münzen und Barren. ...
Momentan scheint schlicht alles für das älteste
Anlagemedium der Welt zu sprechen". Die Frankfurter
Allgemeine Zeitung" zitiert den Edelmetallhändler
Martin Siegel mit den Worten: Die Nachfrage nach Gold
und Silber stieg in den vergangenen Wochen dramatisch an.
Der Markt für Goldmünzen ist praktisch leergekauft."
Die Umsätze seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um das Fünffache gestiegen. Ein ähnliches Bild beobachtete
die FAZ" bei einem Goldhändler in München:
Interessenten mussten feststellen, dass viele der sonst
stets im Laden vorhandenen Münzen und Barren Mangelware
oder gänzlich ausverkauft waren."
Übrigens gilt der Aufwärtstrend auch für andere
Edelmetalle, wie Silber oder Platin: Es gebe derzeit Kunden,
die aus Angst vor weiteren Börsenunruhen kiloweise Silberanlagemünzen
kauften, berichtete Michael Becker vom Berufsverband des Deutschen
Münzenfachhandels. Selbst große Münzstätten
wie die Royal Canadian Mint hätten statt eines sonst
prall gefüllten Lagers eine dreiwöchige Lieferzeit
für Silbermünzen, so Becker laut FAZ".
Und ein Ende der Edelmetall-Kursrallye ist nicht in Sicht.
Im Wirtschaftsteil der Stuttgarter Nachrichten"
werden amerikanische Goldfachleute zitiert, die den Goldpreis
im Schnellgang auf 1000 Dollar" steigen sehen.
So jubelte auch die Bild"-Zeitung: Goldene
Zeiten brechen an." Kurz und knapp bringt die Online-Ausgabe
des Boulevardblatts die Lage auf den Punkt: Die Kurse
sind wie das gelbe Edelmetall selbst: einfach glänzend.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe November / Dezember 2007.
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