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Die 10-Euro-Silber-Gedenkmünze "150. Geburtstag
Max Planck" erscheint 2008.

Der Schriftsteller Franz Kafka kommt
2008 zu seinem 125. Geburtstag ebenfalls zu Münzehren.
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Im nächsten Jahr wird sowohl der Physiker Max
Planck als auch der Schriftsteller Franz Kafka auf einem deutschen
Silber-Euro gewürdigt. Inzwischen sind die Design-Wettbewerbe
abgeschlossen und die Motive beider Gedenkmünzen für
2008 stehen fest.
Nach dem Maler Carl Spitzweg siehe
letztes Heft werden im kommenden Jahr auch zwei
weitere Persönlichkeiten von internationaler Bedeutung
auf deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen gewürdigt:
zum einen der Physiker Max Planck, zum anderen der Schriftsteller
Franz Kafka. Während es bei dem am 23. April 1858 in
Kiel geborenen, deutschen Nobelpreisträger sowie Begründer
der Quantentheorie den 150. Geburtstag zu feiern gibt, ist
es bei dem Literaten, der ein Viertel Jahrhundert später,
am 3. Juli 1883, in Prag zur Welt kam, das 125-jährige
Jubiläum. Entsprechend deren gelegenen Geburtstagen dürfte
wohl die Ausgabe zu Ehren von Max Planck nach Spitzweg
als zweiter Silber-Euro des Jahres 2008 erscheinen.
Max Planck: Porträt und Wärmestrahlen-Kurven
Geprägt wird ein Entwurf von Michael Otto aus Rodenbach,
der bei dem vorangegangenen Münzwettbewerb den ersten
Preis erhielt. Er zeigt eine Kombination aus angeschnittenem
Porträt und wissenschaftlicher Grafik, die das Spektrum
der Wärmestrahlung repräsentiert, einer von Plancks
Forschungsschwerpunkten. Die unkonventionelle Stellung des
Kopfprofils ist künstlerisch überzeugend und
trifft die Persönlichkeit Plancks, indem es seine Nachdenklichkeit
zum Ausdruck bringt, lautet das Urteil der Fachjury.
Außerdem würde die Kombination aus Porträt
und Grafik den Moment der Erkenntnis zum Ausdruck bringen
und so den Akt wissenschaftlicher Kreativität unmittelbar
anschaulich machen. Auch sei die Gestaltung der Adlerseite
schnörkellos und ansprechend.
Als Randschrift für die zu prägende Gedenkmünze
wurde ein wegweisender Ausspruch Plancks gewählt: DEM
ANWENDEN MUSS DAS ERKENNEN VORAUSGEHEN.
Übrigens: Max Planck wurde bereits zweimal zuvor auf
deutschen Gedenkmünzen gewürdigt. So kam er erstmals
1957 zu seinem 100. Geburtstag auf dem 2-DM-Stück zu
Münzehren, das mit seinem Porträt bis 1971 geprägt
wurde. Später widmete ihm die DDR 1983 eine 5-Mark-Gedenkmünze
zu seinem 125. Geburtstag.
Franz Kafka: Versunken im Text Schauplatz Veitsdom
Das siegreiche Design für die Franz-Kafka-Münze
2008 stammt vom Hamburger Bildhauer Frantisek Chochola. Es
ist senkrecht in zwei ungleiche Hälften geteilt, wobei
die größere rechte ein Porträt Kafkas zeigt,
das in Text eingeflochten zu sein scheint. Plastisch besonders
reizvoll ist, dass das Gesicht links aus dem Text hervortritt,
während es rechts darin eintaucht. Für das Preisgericht
thematisiert diese Doppeldeutigkeit in gelungener Form das
gerade auch für Kafka wichtige gespannte Verhältnis
des Autors zu seinem Text. Gelobt wurde ebenso der dem Betrachter
ausweichende Blick des Porträtierten, dessen Gesichtszüge
nicht erstarrt wirken, sondern zwischen Ausdrucksmöglichkeiten
wie Versonnenheit und Aufmerksamkeit spielen, lautet
das Fachurteil. Die kleinere linke Hälfte der Bildseite
zeigt den Veitsdom als Verweis auf Prag als Schauplatz in
Kafkas Werken, sowie als Andeutung des historisch-kulturellen
Hintergrunds seiner Lebensgeschichte. Auch die Adlerseite
des Entwurfs gefiel, auf der Chochola die senkrechte Aufteilung
wieder aufnimmt.
Die festgelegte Randschrift Ein Käfig ging einen
Vogel suchen ist eine Anspielung auf die tschechische
Bedeutung von Kafkas Namen (Kavka = Dohle).
Spezifikationen: 150. Geburtstag Max Planck
bzw. 125. Geburtstag Franz Kafka, 2008, 10 Euro,
Silber 925/1000, ø 32,5 mm, 18 g, Auflagen je 1,6 Millionen
in Stempelglanz und 300.000 in Spiegelglanz (Polierte Platte),
Prägestätten Stuttgart (F) bzw. Karlsruhe (G).
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe September / Oktober 2007.
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