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Münze (oben) und Medaille zum 850-Jahr-Jubiläum
der Wallfahrtsbasilika von Mariazell, die Anfang September
auch der Papst besucht.


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Am 8. September 2007 besucht Papst Benedikt XVI., der
mit seinem 80. Geburtstag selbst ein rundes Jubiläum
feiert, die Wallfahrtsbasilika in Mariazell zu ihrer 850-Jahr-Feier.
Die Münze Österreich würdigt das besondere
Ereignis doppelt mit einem silbernen 5-Euro-Stück und
einer Gedenkprägung.
Vor 850 Jahren, am 21. Dezember 1157, soll der Überlieferung
nach ein Mönch des Benediktinerstifts Sankt Lamprecht
den Grundstein für Mariazell gelegt haben. Mit dem Bau
der romanischen Kapelle wurde dann gemäß einer
Inschrift über dem Hauptportal im Jahr 1200 begonnen.
Die erste urkundliche Erwähnung von Cell
erfolgte 1243 und bereits hundert Jahre später erhielt
der quellenmäßig belegte, viel besuchte Wallfahrtsort
das Marktrecht. Schon bald nahmen die Pilgerströme aus
ganz Europa zu, um die Hilfe der Mariazeller Gnadenmutter
zu ersuchen.
Damit die angestiegene Pilgerzahl weiterhin beherbergt werden
konnte, entschlossen sich die damaligen Benediktiner-Äbte
Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer lang angelegten, barocken
Erweiterung der gotischen Kirche, was ihr das heutige Aussehen
verlieh. Mittlerweile kommen jährlich über eine
Million Pilger und Besucher in den steirischen Wallfahrtsort.
Neuneckige Jubiläumsmünze in 5 Euro Silber
Anlässlich ihrer 850-Jahr-Feier wird die Mariazeller
Wallfahrtsbasilika als Motiv auf einer neuen 5-Euro-Gedenkmünze
von Österreich gewürdigt. Nach Entwürfen von
Thomas Pesendorfer ist eine Frontansicht ihrer Hauptfassade
mit dem gotischen Mittelturm dargestellt, der von den beiden
barocken Zwiebelhelm-Türmen flankiert wird. Über
dem Stiegenaufgang ist das in gotischer Spitzbogenform ausgeführte
Hauptportal zu sehen. Aufgrund des gewählten Blickwinkels
von unten wirken die aufragenden Kirchtürme besonders
imposant und majestätisch.
Die Silbermünze ist wie üblich für Österreichs
5-Euro-Serie in markant neuneckiger Form mit 28,5 Millimetern
Durchmesser und einem Gewicht von acht Gramm erschienen. Neben
der Normalprägung gibt es auch 100.000 Exemplare in besonderer
handgehobener Sammlerqualität. Die von Helmut
Andexlinger gestaltete Wertseite zeigt traditionell die neun
Bundesländerwappen Österreichs.
Extra-Prägung der Münze Österreich zum Papstbesuch
Da die Mariazeller Wallfahrtsbasilika zu ihrem 850-jährigen
Bestehen nicht nur durch zahlreiche Veranstaltungen und Festlichkeiten
geehrt wird, sondern auch mit dem historisch bedeutsamen Besuch
von Papst Benedikt XVI. am 8. September 2007, hat sich die
Münze Österreich AG zur Prägung einer zusätzlichen
Gedenkausgabe entschlossen. Sie misst 28 Millimeter im Durchmesser,
wiegt zehn Gramm und erscheint in Silber mit 50.000er Auflage.
Ihre Vorderseite zeigt Benedikt XVI., der 2007 seinen 80.
Geburtstag feiert, im Festgewand mit Mitra und Hirtenstab,
sowie daneben sein päpstliches Wappen.
Bei seinem bislang letzten Besuch in Mariazell vor drei Jahren
hatte es dem damaligen Kardinal Ratzinger offensichtlich so
gut dort gefallen, dass er anlässlich der 850-Jahr-Feier
des Wallfahrtsorts beschloss wieder zu kommen nun allerdings
als Papst Benedikt XVI.
Marienstatue von Mariazell ist die Magna Mater Austriae
Die Rückseite der Gedenkprägung zeigt eine weitere
Ansicht der Mariazeller Basilika, sowie links im Vordergrund
die Marienstatue aus dem dortigen Gnadenaltar, die heute als
Magna Mater Austriae verehrt wird. Die Aufschrift deutet auf
den doppelten Gedenkanlass hin: Der Papst in Österreich
anlässlich des großen Jubiläums 850
Jahre Mariazell 2007.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe September / Oktober 2007.
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