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"UNESCO Welterbe Hansestadt Lübeck" setzt
2007 die weltweit erfolgreichste Serie von Gold-Sammlermünzen
fort.

Ornamental: Kürzel von Münzdesigner
Bodo Broschat.

Erstprägung des Gold-Euros 2007 in Stuttgart: Vorarbeiter
Mauro
Sanna prüft sorgfältig die Qualität der neuen
Lübeck-Münzen. Darunter: ein frisches Paar Prägestempel.
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Sensation aus Berlin: Die Auflage des deutschen Gold-Euro
2007 Welterbestadt Lübeck, der Anfang Oktober
erscheint, wurde gegenüber den Vorjahren um 20.000 Exemplare
reduziert. Damit steigen die Wertsteigerungschancen dieser
begehrten Münze weiter, denn die Zahl der Vorbestellungen
übersteigt die Prägeauflage bei weitem.
Der Erstausgabetag deutscher Gold-Euros ist immer etwas ganz
Besonderes. Das hat nicht nur damit zu tun, dass viele Sammler
die neue Münze ungeduldig erwarten, um ihrer wertvollen
Sammlung ein neues Stück hinzufügen zu können,
sondern auch damit, dass erst kurz vorher der genaue Ausgabepreis
festgelegt wird.
Ist der Weltmarktpreis für Gold am letzten Werktag vor
der offiziellen Ausgabe hoch, so steigt auch der Verkaufspreis
der Münze. Hat die Goldpreiskurve dagegen an diesem Tag
eine Delle, dann wird das Goldstück billiger
abgegeben. Denn der Erstverkaufspreis ist stets an den aktuellen
Wert des gelben Edelmetalls gekoppelt. 2007 wird das Goldpreis-Fixing
vom 28. September zugrunde gelegt. Das amtliche Ausgabedatum
des Lübeck-Gold-Euro ist der 1. Oktober.
Für zusätzliche Spannung sorgt aber vor allem die
Höhe der Auflage, die immer erst nach Ende der offiziellen
Reservierungsfrist festgelegt wird. Von der Prägemenge
hängen nämlich zu einem guten Teil die späteren
Wertsteigerungschancen der Münzen ab. Das letzte Mal
wurde die Auflage im Jahr 2005 zurückgenommen
um 50.000 auf 350.000 Exemplare, was den Wert des Fußball-Gold-Euro
bis heute verdopplt hat.
Jetzt nur noch 66.000 Exemplare pro Münzstätte
Nun also eine abermalige Auflagensenkung um 20.000 Stück!
Was das angesichts der hohen Zahl von Vorbestellungen bedeutet,
die die geprägte Auflage bei weitem übersteigt,
lässt sich unschwer erahnen: Auch die goldene Lübeck-Münze
hat beste Aussichten auf Wertsteigerungen (siehe auch "Editorial").
Vor allem Münzhändler, die ohnehin üblicherweise
nur einen Bruchteil der bestellten Menge zugeteilt bekommen,
müssen jetzt um ihre Quote bangen. Wenn sie auf dem Zweitmarkt
mehr als geplant zukaufen müssen, um all die Bestellungen
ihrer Kunden zu bedienen, wird sich die Preisspirale schnell
nach oben drehen.
Bleibt die Frage: Warum senkt das Bundesministerium der Finanzen
angesichts so hoher Reservierungszahlen überhaupt die
Auflage? Möglich, dass manchem Sammler wegen des anhaltend
steigenden Goldpreises die Luft ausgegangen ist und so die
Zahl der Einzelbestellungen etwas rückläufig ist.
Diese Menge könnte aber leicht über die Händlerbestellungen
ausgeglichen werden. Man kann aber auch Augenmaß beweisen
und die Auflage senken, um damit den Markt zu stärken.
Genau das haben die Verantwortlichen in Berlin getan: Nicht
der maximale kurzfristige Münzgewinn sollte eingefahren
werden, sondern die Wertsteigerungschancen der deutschen Goldserie
sollten nachhaltig gewahrt bleiben. Insoweit also eine sehr
löbliche Entscheidung, auch wenn der eine oder andere
beim Losverfahren jetzt den Kürzeren zieht.
Nur noch 66.000 Exemplare des Gold-Euro 2007 wird es jetzt
also pro Münzstätte geben, die die Gesamtauflage
wie gehabt zu gleichen Teilen prägen. Nach wie vor macht
das kleine Prägezeichen für viele Komplettsammler
den großen Unterschied. Denn erst wenn sie alle Münzen
mit den Buchstaben A, D, F, G und J besitzen, geben sie sich
zufrieden. Das reduziert regelmäßig zusätzlich
die verfügbaren Stücke. Denn wenn ein Sammler gleich
fünf Münzen sein eigen nennt, gehen vier automatisch
leer aus oder sie sind bereit, einen höheren Preis
zu bezahlen und so lange ihr Gebot zu erhöhen, bis ein
anderer Sammler verkauft. Das ist der klassische Marktmechanismus,
durch den Wertsteigerungen entstehen.
Begehrenswertes Goldstück
Für den wahren Münzensammler ist das Goldstück
aber vor allem deshalb begehrenswert, weil er damit seine
Kollektion vervollständigen kann und weil er Freude am
kunstvollen Motiv hat. Und das ist bei der diesjährigen
100-Euro-Münze aus Deutschland wieder sehr gut gelungen.
Aus dem Wettbewerb zur Gestaltung der Gold-Euro-Ausgabe Hansestadt
Lübeck im Rahmen der deutschen Goldmünzenserie
UNESCO-Welterbestädte ging ein Entwurf des
Berliner Medailleurs Bodo Broschat siegreich hervor. Er vereint
die berühmtesten historischen Wahrzeichen der Hansestadt.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe September / Oktober 2007.
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