Aktuell: Juli / August 2007 Aktuelles Heft
 
Euro 2008: Grünes Licht für Malta und Zypern







Drei neue Motive auf acht Kursmünzen steuert Malta ab 2008 zur Euro-Sammlung bei: das Malteserkreuz auf den Höchstwerten, Landeswappen und ein prähistorischer Altar sind auf den Cent-Münzen.







Zypern – ein Land mit Jahrtausende alter Kultur, großen Schifffahrtstraditionen und einer intakten Natur: So präsentiert sich der politisch geteilte Inselstaat auf seinen neuen Euro- und Cent-Münzen.

 

Malta und Zypern können nach dem Willen von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank 2008 den Euro einführen. Damit beginnt die Jagd der Sammler auf die letzten Münzen dieser Länder in alter Währung.

EU-Währungskommissar Joaquin Almunia veröffentlichte am 16. Mai einen Bericht, wonach Malta und Zypern die Vor­aussetzungen für einen Beitritt zur Währungsunion am 1. Januar 2008 erfüllen. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine positive Stellungnahme abgeben. Die endgültige Entscheidung, ob der Euro reif ist für die Insel(n), treffen die europäischen Staats- und Regierungschefs im Sommer. Sie folgen aber in der Regel den Empfehlungen aus Brüssel und Frankfurt.

Außerdem gibt es an der Aufnahme Maltas und Zypern ökonomisch kaum etwas auszusetzen. Beide Mittelmeerinseln erfüllen die EU-Bedingungen zu Inflation, Zinsen, Neuverschuldung, Staatsverschuldung und Währungsstabilität, erklärten Kommission und EZB. Auf den Euro-Wirtschaftsraum dürfte der Beitritt der beiden Länder mit zusammen nur 1,5 Millionen Einwohnern dagegen keine größeren Auswirkungen haben. Ihre Wirtschaftsleistung macht gerade einmal 0,2 Prozent der Eurozone aus.
Für Sammler sind Malta und Zypern dafür aber umso interessanter: Je kleiner das Land, desto geringer die Auflagen der Münzen. Jetzt beginnt also das bekannte Spiel: Schnell noch die letzten Münzen in alter Währung ergattern, die sich ja auch bei den übrigen Euroländern als besonders begehrt erwiesen haben. Diese Stücke dokumentieren eindrucksvoll den Übergang zur Gemeinschaftswährung.

Letzte Pfund-Gedenkmünze Zyperns offiziell ausverkauft

In Zypern gilt die letzte Silber-Gedenkmünze in der Landeswährung Pfund dem Europa-Jubiläum „50 Jahre Römische Verträge“, was diese Prägung natürlich doppelt interessant macht. Bekanntlich waren die EU-Mitglieder, die noch nicht in der Eurozone sind, eingeladen, bei der großen Gemeinschaftsserie mitzumachen, indem sie das Motiv der 2-Euro-Gedenk­mün­zenserie (siehe nächste Seiten) übernehmen. Zypern machte von dieser Möglichkeit Gebrauch. Die letzte Gedenkmünze ist deshalb bei den Sammler besonders gefragt. Kein Wunder, dass die Miniauflage von nur 5.000 Exemplaren bereits vor der Entscheidung über die Aufnahme in die Eurozone bei der offiziellen Ausgabestelle längst ausverkauft war.

Begehrt: letzter Kursmünzensatz Maltas in alter Währung

Auch aus Malta ist 2007 mit einer Silber-Gedenkmünze zu
rechnen. Das Thema dieser Ausgabe war jedoch bis Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht. Erschienen dagegen ist bereits Maltas Kursmünzensatz 2007, der die letzten Umlaufmünzen des Landes vor der Euro-Einführung enthält. Es sind dies die bekannten Stückelungen zu 1 bis 50 Cent sowie eine Münze zu einer Maltesischen Lira mit Tier- und Pflanzenmotiven. In der Mitte des Satzes ist das kleinste Nominal angeordnet, eine 5-Mils-Münze im Wert eines halben Malta-Cent. Ein farbig bedruckter Klappfolder mit Informationen und Fotos zum Land bildet die repräsentative Verpackung des Jahrgangssatzes 2007.

Durch die Integration der beiden Länder wächst der Euro-Club von 13 auf 15 Vollmitglieder. Von den zehn Staaten, die im Mai 2004 der EU beigetreten sind, hat es bis dato nur Slowenien in die Währungsunion geschafft. Litauen kämpfte im Vorjahr vergeblich um Einlass, da es das Inflationskriterium knapp verfehlte.

Slowakei ist chancenreicher Kandidat für 2009

Gute Chancen auf eine baldige Euro-Mitgliedschaft rechnet sich dagegen die Slowakei aus: Das Design der nationalen Seiten der slowakischen Euro- und Cent-Münzen wurde kürzlich offiziell mit der Jahreszahl 2009 präsentiert.

Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Juli / August 2007.


 


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