Aktuell: Juli / August 2007 Aktuelles Heft
 
US-Präsidenten-Serie soll an den Erfolg der "State Quarters" anknüpfen



Die gemeinsame Wertseite der neuen Serie zeigt die Freiheitsstatue in New York.









Die ersten vier Präsidenten der USA, die auf neuen
1-Dollar-Münzen 2007
gewürdigt werden: George Washington, John Adams, Thomas Jefferson und
James Madison.

 

Als erfolgreichstes Münzprogramm der Welt, das 2008 enden wird, gelten die State Quarters. Bereits ab 2007 erscheint die Nachfolge-Serie: jährlich vier "Golden-Dollars", die alle US-Präsidenten in der Reihenfolge ihrer Amtszeit würdigen, beginnend mit Washington, Adams, Jefferson und Madison.

Nachdem sich die überaus erfolgreiche State-Quarter-Serie (siehe auch "Editorial") mit den 50 neuen Bundesstaaten-Vierteldollars dem Ende zuneigt, starten die Vereinigten Staaten von Amerika ein weiteres langfristiges Programm mit Kursmünzen-Nominalen. Auf zehn Jahre angelegt, sollen jährlich vier neue 1-Dollar-Ausgaben mit den Porträts aller bisherigen Präsidenten nach der Reihenfolge ihrer Amtszeit erscheinen. Ihre technischen Spezifikationen werden dem mit Messing plattierten „Sacagawea Golden Dollar“ entsprechen, doch verspricht das Design interessante Besonderheiten.

Präsidenten-Dollars ab 2007

Aufschriften, die ansonsten auf den Vorder- und Rückseiten zu finden sind, wurden beispielsweise auf den Rand geprägt. Dies bietet mehr Raum für die eigentlichen Münzmotive, in diesem Fall die Präsidentenporträts. Dabei handelt es sich um die beiden nationalen Wahlsprüche „E Pluribus Unum“ (Aus vielen Eins) und „In God we trust“ (Wir vertrauen in Gott), sowie das aufgeprägte Ausgabejahr und den Buchstaben der Münzstätte. Dagegen ist das Wort „Liberty“ (Freiheit) gänzlich aus der Aufschrift verschwunden.

Auf den einheitlichen Rückseiten, die den Landesnamen und Nennwert tragen, ersetzt nun die Freiheitsstatue den bisherigen Wappenadler. Die Vorderseiten der neuen 1-Dollar-Münzen zeigen das Porträt des jeweiligen Präsidenten, sowie seinen Namen, die Amtszeit und seinen Platz in der Reihenfolge. Den Serienstart im Jahr 2007 markieren somit die ersten vier Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika: George Washington, John Adams, Thomas Jefferson und James Madison.

George Washington

Am 30. April 1789 wurde der frühere General und Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee, George Washington, in seinem Amt als erster Präsident der USA feierlich vereidigt. Während der Regierungszeit, die nach seiner Wie­derwahl bis 1797 währen sollte, ernannte er unter anderem den Republikaner Thomas Jefferson zum Außenminister und brachte damit eine der fähigsten Persönlichkeiten der Revolutionsgeneration in eine zentrale Position. Am 18. September 1793 legte Washington in der nach ihm benannten, heutigen Bundeshauptstadt den Grundstein für das Kongressgebäude. Bereits im Jahr zuvor war in der damaligen Metropole Philadelphia die „United States Mint“ (staatliche Münzstätte der USA) offiziell eingerichtet worden.

John Adams

Als John Adams mit drei Stimmen Vorsprung die Präsidentschaft 1797 gewann, hatte er bereits acht Jahre als Stellvertreter Washingtons gedient. Adams war der erste Präsident, dem es vergönnt war, im Weißen Haus zu residieren. Am zweiten Abend darin schrieb er an seine Frau: „Bevor ich meinen Brief beende, bete ich zum Himmel, diesem Haus und allen, die darin wohnen werden, die besten Segnungen zu spenden. Keiner, der nicht ehrlich und weise ist, soll jemals unter diesem Dach regieren.“

Thomas Jefferson

Der Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, Thomas Jefferson, übernahm als dritter Präsident von 1801 bis 1809 das Regierungsruder. In seiner Amtszeit gelang es ihm, das Gebiet der Vereinigten Staaten zu verdoppeln, indem er den sogenannten „Louisiana Purchase“ (ein riesiger Landkauf von Frankreich) im Jahr 1803 abschloss und die Lewis-Clark-Expedition 1804-1806 mit der Erkundung neuer Territorien beauftragte. Die U.S. Mint würdigte dies zur 200-Jahr-Feier mit einer speziellen Nickel-Serie neuer 5-Cent-Münzen von 2004 bis 2006.

James Madison

Mit James Madison, der die USA von 1809 bis 1817 regierte, nahm die bisherige außenpolitische Neutralität der jungen Union endgültig ein Ende. Nachdem es die Briten nicht unterließen, weiterhin den US-Handel zu stören und amerikanische Seeleute gewaltsam zum Dienst zu verpflichten, erklärte der Kongress auf Ersuchen Madisons im Juni 1812 Großbritannien den Krieg. Innenpolitisch ist James Madison als „Vater der Verfassung“ in die US-amerikanische Geschichte eingegangen und war vor seiner eigenen Amtszeit als Präsident bereits unter Jefferson acht Jahre lang Außenminister der USA.

In der USA-Titelgeschichte unserer Print-Ausgabe lesen Sie außerdem:

- Neuheiten: die 2007er State Quarters

- Dauerläufer: die offiziellen Silber-Gedenkmünzen der USA

- Prägekompetenz: Die vier Münzstätten der Vereinigten Staaten.

Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Juli / August 2007.


 


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