Aktuell: März / April 2007 Aktuelles Heft
 
Erfolgreiche "World Money Fair 2007" in Berlin




Präsentation des Silber-Koala aus Australien.



Die Messestände waren dicht umlagert.



Feier für Messe-Ehrengast Kasachstan.




Münzauktion brachte Top-Ergebnis.

 

Mit über 11.000 Besuchern übertraf die World Money Fair 2007 in Berlin sogar noch die Marke der Premierenveranstaltung des letzten Jahres.

Die World Money Fair bot auch 2007 wieder echte Weltpremieren: Kanada präsentierte erstmals sein Münzprogrammn zu den Olympischen Spielen Vancouver 2010, China stellte seine zweite Serie zu den Sommerspielen von Peking 2008 vor und Australien feierte die Erstausgabe einer neuen Koala-Silberdoller-Reihe. Luxemburg legte wie Deutschland den Ersttag seiner neuen 2-Euro-Gedenkmünze auf den Eröffnungstag der Messe und zahlreiche weitere Nationalbanken und Münzämter zeigten erstmals Fotos und Probeprägungen ihres 2007er Programms im Mediaforum des Kongresszentrums. Darüber hinaus war das breitgefächerte Angebot des Fachhandels für viele Sammler und Schnäppchenjäger schon alleine Grund genug, auch diesmal wieder nach Berlin zu reisen.

Ehrengastland Kasachstan

Es gehört zur Tradition der World Money Fair, jedes Jahr ein anderes Land in den Mittelpunkt der Münzen-Weltmesse zu stellen. Ehrengast 2007 war Kasachstan, das vor genau 15 Jahren die neue Landeswährung, den Tenge, einführte. Dabei hat Kasachstan zu Deutschland und Berlin eine ganz besondere Beziehung. Die Berliner Münzstätte nämlich war es, die die ersten Münzwerkzeuge für die damals noch im Aufbau befindliche kasachische Münzanstalt herstellte, und die deutsche Firma Gräbener lieferte die modernen Prägemaschinen.

Für viele Sammler hierzulande war es wohl der erste Kontakt mit Münzen des zentralasiatischen Staates, dem flächenmäßig neuntgrößten Land der Erde übrigens, mit rund 15 Millionen Einwohnern. Viele Besucher zeigten sich durchaus angetan von der Themenvielfalt, den natura­listischen Motiven und der Qualität der Münzen Kasachstans. Für manchen vielleicht der Beginn einer neuen Sammelleidenschaft.

Drei Millionen Euro Versteigerungserlös

Und nicht nur Neuheiten gab es auf der World Money Fair in Berlin zu bestaunen, sondern natürlich auch zahlreiche Münzraritäten. Einen Verkaufsrekord verbuchte das Auktionshaus Künker, das in seiner Berliner Auktion an nur einem einzigen Tag für 2,99 Millionen Euro Münzen und Medaillen versteigerte. Das Ergebnis ist umso beachtlicher, als der ursprüngliche Schätzpreis für alle Stücke nur rund bei der Hälfte dieser Summe lag. Um viele Raritäten entwickelten sich regelrechte Bietergefechte, die den Preis in die Höhe trieben.

Herausragend waren vor allem die Preissteigerungen bei russischen Münzen und Medaillen. So kam ein Dukat von 1729 aus Moskau, der nur 3,33 Gramm wiegt, bei einem Schätzpreis von 15.000 Euro erst bei 60.000 Euro zum Zuschlag. Noch drastischer fiel die Steigerung bei einem 10-Rubel-Stück von 1762 aus, das mit 10.000 Euro ausgerufen wurde und schließlich für stolze 68.000 Euro den Besitzer wechselte. Der neue Reichtum in Russland hat auch den Sammlermarkt erfasst. Aber auch viele deutsche Münzraritäten kamen erheblich über dem Schätzpreis unter den Hammer und stützen damit den schon seit Jahren beobachteten Wertsteigerungstrend bei historischen Münzen.


Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe März / April 2007.


 


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