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Die 2-Euro-Gedenkmünze 2007 aus der Bundesländer-Serie
zeigt erstmals die geänderte Wertseite.
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Ein Höhepunkt der "World Money Fair 2007"
war wieder die Erstausgabe der neuen deutschen 2-Euro-Gedenkmünze
der Bundesländerserie. Die Präsentation fand diesmal
auf höchster politischer Ebene im Bundeskanzleramt statt.
Der große Anklang, den die 2-Euro-Bundesländerserie
bei den Sammlern findet, hat sich offenbar bis in höchste
Regierungskreise herumgesprochen. War es 2006 noch der Staatssekretär
im Finanzministerium, Karl Diller, der die Münze an Finanzminister
Wiegand aus Schleswig-Holstein überreichte, so wurde
die offizielle Übergabe der neuen Münze für
Mecklenburg-Vorpommern auf höchster Ebene zelebriert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich überreichte
die 2-Euro-Gedenkmünze mit dem Schweriner Schloss an
den amtierenden Präsidenten des Deutschen Bundesrats,
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff.
Aus Sicherheitsgründen fand die Übergabe diesmal
allerdings nicht im Gedränge der Messehallen statt, sondern
im Berliner Bundeskanzleramt. Eine Videoübertragung sorgte
freilich dafür, dass auch die Besucher der Messe das
Ereignis mitverfolgen konnten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich
überreichte an den amtierenden Bundesrats-präsidenten
Harald Ringstorff die neue 2-Euro-
Gedenkmünze. Unten (von links): Designer Hoyer, Schwerins
OB Claussen, Ringstorff, Merkel und Finanz-Staatssekretär
Diller.

Vor versammelter Presse und geladenen Ehrengästen zeigte
sich die Kanzlerin von der Gedenkmünze sehr angetan:
Es ist ein besonders schöner Anlass, auf diese
Weise ein Stück Heimat in den Händen halten zu können.
Und Ministerpräsident Ringstorff ließ bei der Münzübergabe
über das Schweriner Schloss wissen: Es ist das
erste Schloss, das ich als Kind überhaupt zu sehen bekommen
habe. Und ich dachte gleich: So sieht ein Märchenschloss
aus. Dass es auf der Münze von dem Berliner Bildhauer
Heinz Hoyer besonders detailgetreu dargestellt ist, freut
den Ministerpräsidenten, der nun mit dem Prunkstück
des deutschen Historismus 30-millionenfach Tourismuswerbung
für sein Land betreiben kann. Die Münze sei ein
wunderbares Geburtstagsgeschenk zum 150-jährigen
Schlossjubiläum, das in diesem Jahr begangen wird.
Der Fünfersatz in Spiegelglanz wurde zunächst von
Finanzstaatssekretär Diller an die Bundeskanzlerin übergeben,
die sich die Frage nicht verkneifen konnte, warum denn die
selbe Münze gleich fünf Mal in der Schmuckverpackung
enthalten ist. Der Staatssekretär erklärte die deutsche
Besonderheit der fünf Prägezeichen, die die Münzen
für das geschulte Auge durchaus unterscheiden. Interessiert
las die Kanzlerin sogleich vom Münzenset die Buchstabenzuordnung
ab: A steht für Berlin, natürlich, D ist München...
Scherzhaft meinte Ministerpräsident Ringstorff: Wenn
das nur mal keinen Ärger gibt, dass Bayern erst an zweiter
Stelle kommt. Die Kanzlerin darauf: Naja, darüber
müssen wir noch mal nachdenken, wie das gekommen ist.
Die Sammler wissen es: Mit Gründung des deutschen Kaiserreichs
1871 wurden die Buchstaben für die Prägestätten
vergeben.
Während sich die Prominenz im Kanzleramt noch über
die launigen Äußerungen amüsierte, hatte im
wenige Kilometer entfernten Estrel Convention Center auf der
World Money Fair 07 der Verkauf der Münze an die
Sammler bereits begonnen. Am Gemeinschaftsstand der deutschen
Münzstätten bildeten sich zeitweise lange Schlangen
von Besuchern, die zu den ersten gehören wollten, die
diese Münze besitzen. Jeweils im Fünfersatz in Stempelglanz
oder Spiegelglanz wurde die zweite 2-Euro-Gedenkmünze
der Bundesrepublik Deutschland abgegeben. Wer nur eine einzelne
Münze mit nach Hause nehmen wollte, konnte sie wenig
später an zahlreichen Händlerständen zum Nennwert
oder knapp darüber erstehen.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe März / April 2007.
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