Aktuell März / April 2007 Aktuelles Heft
 
2-Euro-Gedenkmünze "Mecklenburg-Vorpommern": Präsentation im Bundeskanzleramt



Die 2-Euro-Gedenkmünze 2007 aus der Bundesländer-Serie zeigt erstmals die geänderte Wertseite.

 

Ein Höhepunkt der "World Money Fair 2007" war wieder die Erstausgabe der neuen deutschen 2-Euro-Gedenkmünze der Bundesländerserie. Die Präsentation fand diesmal auf höchster politischer Ebene im Bundeskanzleramt statt.

Der große Anklang, den die 2-Euro-Bundesländerserie bei den Sammlern findet, hat sich offenbar bis in höchste Regierungskreise herumgesprochen. War es 2006 noch der Staatssekretär im Finanzministerium, Karl Diller, der die Münze an Finanzminister Wiegand aus Schleswig-Holstein überreichte, so wurde die offizielle Übergabe der neuen Münze für Mecklenburg-Vorpommern auf höchster Ebene zelebriert. Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich überreichte die 2-Euro-Gedenkmünze mit dem Schweriner Schloss an den amtierenden Präsidenten des Deutschen Bundesrats, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff. Aus Sicherheitsgründen fand die Übergabe diesmal allerdings nicht im Gedränge der Messehallen statt, sondern im Berliner Bundeskanzleramt. Eine Videoübertragung sorgte freilich dafür, dass auch die Besucher der Messe das Ereignis mitverfolgen konnten.



Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich überreichte an den amtierenden Bundesrats-präsidenten Harald Ringstorff die neue 2-Euro-
Gedenkmünze. Unten (von links): Designer Hoyer, Schwerins OB Claussen, Ringstorff, Merkel und Finanz-Staatssekretär Diller.


Vor versammelter Presse und geladenen Ehrengästen zeigte sich die Kanzlerin von der Gedenkmünze sehr angetan: „Es ist ein besonders schöner Anlass, auf diese Weise ein Stück Heimat in den Händen halten zu können.“ Und Ministerpräsident Ringstorff ließ bei der Münzübergabe über das Schweriner Schloss wissen: „Es ist das erste Schloss, das ich als Kind überhaupt zu sehen bekommen habe. Und ich dachte gleich: So sieht ein Märchenschloss aus.“ Dass es auf der Münze von dem Berliner Bildhauer Heinz Hoyer besonders detailgetreu dargestellt ist, freut den Ministerpräsidenten, der nun mit dem Prunkstück des deutschen Historismus 30-millionenfach Tourismuswerbung für sein Land betreiben kann. Die Münze sei ein „wunderbares Geburtstagsgeschenk“ zum 150-jährigen Schlossjubiläum, das in diesem Jahr begangen wird.

Der Fünfersatz in Spiegelglanz wurde zunächst von Finanzstaatssekretär Diller an die Bundeskanzlerin übergeben, die sich die Frage nicht verkneifen konnte, warum denn die selbe Münze gleich fünf Mal in der Schmuckverpackung enthalten ist. Der Staatssekretär erklärte die deutsche Besonderheit der fünf Prägezeichen, die die Münzen für das geschulte Auge durchaus unterscheiden. Interessiert las die Kanzlerin sogleich vom Münzenset die Buchstabenzuordnung ab: „A steht für Berlin, natürlich, D ist München...“ Scherzhaft meinte Ministerpräsident Ringstorff: „Wenn das nur mal keinen Ärger gibt, dass Bayern erst an zweiter Stelle kommt.“ Die Kanzlerin darauf: „Naja, darüber müssen wir noch mal nachdenken, wie das gekommen ist.“ Die Sammler wissen es: Mit Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 wurden die Buchstaben für die Prägestätten vergeben.

Während sich die Prominenz im Kanzleramt noch über die launigen Äußerungen amüsierte, hatte im wenige Kilometer entfernten Estrel Convention Center auf der World Money Fair ’07 der Verkauf der Münze an die Sammler bereits begonnen. Am Gemeinschaftsstand der deutschen Münzstätten bildeten sich zeitweise lange Schlangen von Besuchern, die zu den ersten gehören wollten, die diese Münze besitzen. Jeweils im Fünfersatz in Stempelglanz oder Spiegelglanz wurde die zweite 2-Euro-Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland abgegeben. Wer nur eine einzelne Münze mit nach Hause nehmen wollte, konnte sie wenig später an zahlreichen Händlerständen zum Nennwert oder knapp darüber erstehen.

Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe März / April 2007.


 


Das DEUTSCHE MÜNZEN MAGAZIN im Abonnement können Sie hier bestellen.

 

 
 
 

Copyright © 1987-2007 EMS-Verlag GmbH| Alle Rechte vorbehalten|