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Bodo Broschat aus Berlin gewann den Künstler-Wettbewerb
um den deutschen Gold-Euro 2007.

Die einzige deutsche Goldmünze in diesem Jahr ist
dem UNESCO-Welterbe der Hansestadt Lübeck gewidmet.

Zwei verzierte "B" am unteren
Rand der Bildseite: Signet des Münzdesigners Bodo Broschat.
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Im Wettbewerb um das Design des deutschen Gold-Euros
2007 gewann eine Lübeck-Ansicht des Berliner Münzdesigners
Bodo Broschat. Er zeigt die Hansestadt in klassischer Darstellung
mit dem Holstentor im Vordergrund.
Nicht nur von Deutschland-Sammlern mit Spannung erwartet:
Über das Design des Gold-Euros Hansestadt Lübeck
2007, der einzigen deutschen Goldmünze in diesem Jahr,
ist nun entschieden. Aus dem Wettbewerb zur Gestaltung der
100-Euro-Ausgabe im Rahmen der deutschen Goldmünzenserie
UNESCO-Welterbestädte ging ein Entwurf des
Berliner Medailleurs Bodo Broschat siegreich hervor.
Er vereint die berühmtesten Wahrzeichen der Hansestadt:
das Holstentor im Vordergrund und dahinter die von Westen
gesehene Stadtsilhouette mit den alles überragenden charakteristischen
sieben Türmen der fünf bedeutendsten Kirchen Lübecks,
in die auch eine Reihe von Bürgerhäusern mit eingebunden
ist. Bei der klassisch anmutenden Komposition ließ sich
der Künstler von historischen Städtetalern inspirieren,
wobei der räumlich eng begrenzte Raum des Münzgrunds
eine Verdichtung und freie Anordnung der Bauten erforderte,
erklärt Bodo Broschat.
Überragend und markant: Lübecks sieben Türme
Die höchsten Spitzen der Stadtsilhouette gehören
den Doppeltürmen der Marienkirche, die zentral nahe des
Marktplatzes neben dem Rathaus steht, das dahinter versteckt
hervor lugt. Am zweithöchsten ist die Petrikirche aus
dem 13. Jahrhundert dargestellt, die näher zum Fluss
Trave und dem Betrachterblick gelegen ist. Am rechten Münzrand
ist der ebenfalls auf das 13. Jahrhundert zurückgehende
Dom zu sehen, der wie die Marienkirche zwei Türme hat.
Zwischen Marienkirche und Petrikirche ragt aus dem Hintergrund
die Aegidienkirche mit 86 Metern als kleinste der fünf
großen Sakralbauten der Altstadt hervor. Am linken Münzrand,
geografisch gesehen im Norden der Altstadtinsel, dominiert
die im 14. Jahrhundert fertig gestellte Jakobikirche, in der
sich eine Gedenkstätte für die auf See verschollenen
Lübecker Fahrensleute befindet.
Das Holstentor, Motiv des alten 50-DM-Scheins und der ersten
deutschen 2-Euro-Gedenkmünze, bildet den zentralen Vordergrund
des Gold-Euros 2007. Es ist das zweifellos bekannteste Wahrzeichen
von Lübeck und markiert auf dem anderen Traveufer gelegen
wie ein Brückenkopf den westlichen Zugang zur Stadt.
Das im 15. Jahrhundert erbaute Holstentor wird schon seit
langem vom Verkehr umfahren und steht auf einem kleinen, parkähnlichen
Platz.
2.und 3. Platz im Münzwettbewerb
Wesentlich weniger Beachtung erhielt das Holstentor auf den
zweit- und drittplatzierten Entwürfen im Designwettbewerb
für die Lübeck-Goldmünze von Othmar Kukula
aus Neuhausen und dem Stuttgarter Professor Ulrich Böhme.
Kukula hat bei seiner kreisförmig angeordneten Gebäudeauswahl
sogar gänzlich auf das Holstentor verzichtet, was die
verantwortliche Fachjury entsprechend bemängelte. Dafür
gefiel die Idee, die Inschrift wie eine Urkunde ins Zentrum
zu stellen und mit einem mittelalterlichen Stadtsiegel zu
versehen, das eine charakteristische Hansekogge zeigt.
Böhmes Entwurf zeigt dagegen eine linear angeordnete,
stark abstrahierte Flussansicht der Altstadtinsel von Lübeck.
Die berühmten Wahrzeichen der Hansestadt, das Holstentor
und die sieben Türme, treten hierbei allerdings, verglichen
mit den Darstellungen von Broschat und Kukula, gegenüber
der Inschrift etwas zu sehr in den Hintergrund.
Spezifikationen: UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Lübeck,
2007, 100 Euro, 999,9/1000 Gold, Stempelglanz, ø 28
Millimeter, 15,5 Gramm, die Auflage wird noch festgelegt (Vorjahr:
je 70.000 pro Prägestätte).
Vollständiger Artikel - und ein Interview mit
dem Münzdesigner Bodo Broschat - im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Januar/Februar 2007.
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