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Die erste deutsche
Silber-Gedenkmünze in
Euro-Währung wurde im
Januar 2002 herausgegeben.

Der deutsche Euro-Kursmünzensatz 2002 in neuer
Verpackung.




Beispiele deutscher Silber-Gedenkmünzen
der Jahre 2003 bis 2006.
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Wer hätte vor einem halben Jahrzehnt gedacht,
dass die Münzen der neuen europäischen Gemeinschaftswährung
von den Sammlern so gut, ja geradezu euphorisch aufgenommen
würden? Fünf Jahre Euro: Zeit für eine erste
Bilanz.
Bereits das erste Euro-Jahr 2002 hat die Skeptiker Lügen
gestraft. Anstelle zögerlicher Zurückhaltung oder
gar Ablehnung haben sich die Sammlerinnen und Sammler wie
wild auf die neuen Gemeinschaftsmünzen gestürzt
Ausverkaufsnachrichten von Prägestätten,
zufriedene Minen der Münzhändler und Bilder vom
Gedränge auf Münzmessen belegen dies eindrucksvoll.
Schließlich war es nicht nur den Profis schnell klar:
Dies ist die historisch einmalige Chance, den Anfang eines
neuen Sammelgebiets mitzuerleben und mit Münzen zu dokumentieren,
die zum amtlichen Ausgabepreis zu haben sind.
Scharen von Neusammlern
Viele Millionen Menschen in Europa interessierten sich plötzlich
für die neuen Gemeinschaftsmünzen, sahen darin mehr
als nur Geldstücke, mit denen man Parkuhren füttern
kann. Sie zögerten an der Kasse, weil sie ganz verzückt
einen ausländischen Euro im Geldbeutel entdeckten. Bezahlt
wurde kurzerhand mit einem Schein, die Münze dagegen
wurde in die Tasche gesteckt, um sie ja nicht zu verlieren.
Dieser enorme Reiz lockte viele Neusammler an, die nicht zuletzt
auch von den teils spektakulären Wertsteigerungen fasziniert
waren.
Kursmünzensätze wurden zu Bestsellern
Eine regelrechte Europhorie hat sich breit gemacht.
Noch vor dem offiziellen Start am 1. Januar 2002 erregten
bereits die sogenannten Starterkits in ganz Euroland die Gemüter.
Schnell entwickelten sich diese in Plastikfolie verpackten
Münzmischungen, die ab Mitte Dezember 2001 an Privathaushalte
abgegeben wurden, zum begehrten Sammelobjekt. Und schon damals
zeichnete sich ab: Die Euros der Kleinstaaten Monaco, San
Marino und Vatikan sind aufgrund der geringen Prägeauflagen
moderne Raritäten. Deutlich wurde dies bei den Kursmünzensätzen
der Kleinstaaten, die schon Wochen vor dem offiziellen Ausgabetermin
zu hohen Preisen gehandelt wurden und werden.
Wem das Euro-Komplettsammeln angesichts hoher Marktpreise
zu teuer wird, dem bleibt die Beschränkung auf die bisherigen
zwölf Hauptländer. Doch selbst hier kommt es oft
zu Engpässen, weil viele Nominale nicht von allen Jahrgängen
für den Umlauf geprägt werden und deshalb nur in
den Kursmünzensätzen zu haben sind. Die Euro-Jahrgangssätze
sind auch deshalb zu Bestsellern bei Sammlern in ganz Europa
geworden.
Deutsche Silber-Euros
300 Millionen Europäer zahlen seit fünf Jahren mit
der gleichen Währung, durchaus aber nicht mit gleicher
Münze. Denn die Vielfalt ist geblieben die Münzhoheit
(Münzregal) ist auch nach Inkrafttreten der Währungsunion
in der Hand der Nationalstaaten. Und so konzentrieren sich
die meisten Sammler zunächst einmal auf die Münzen
des eigenen Landes. Bei uns sind deshalb nach wie vor die
Silber-Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland des
Sammlers liebstes Kind.
Wie zu D-Mark-Zeiten werden sie zu wichtigen Jubiläen
herausgegeben, oder sind einer großen Persönlichkeit
oder einem bedeutenden Ereignis gewidmet. Und sie sind natürlich
seltener als das normale Kleingeld. Ihre Auflage ist stets
von Staats wegen limitiert. Nachgeprägt werden dürfen
diese Münzen auch dann nicht, wenn die Nachfrage das
Angebot übersteigt. Gerade darin aber liegt ihr Wertsteigerungspotential.
In Deutschland ging es also auch nach der Euro-Einführung
nahtlos weiter mit der Sammlung der Silber-Gedenkmünzen.
Dennoch leitete die Silbermünze mit dem Thema Übergang
zur Währungsunion Einführung des Euro
vom Januar 2002 nicht nur durch die geänderte Währungsbezeichnung
eine neue Ära ein. Es hat sich auch sonst einiges geändert.
So wurde der Nennwert von 10 D-Mark auf 10 Euro nahezu verdoppelt,
was aber angesichts der Tatsache, dass es sich hier um ein
offizielles Zahlungsmittel handelt, kein Problem ist. Die
Zahl der jährlichen Ausgaben wurde auf fünf erhöht
bei gleichzeitiger spürbarer Reduzierung der Auflage.
Schließlich wurde die Qualität gesteigert: Der
Silbergehalt stieg um 15 Prozent und die ungeliebten Noppenverpackungen
der Spiegelglanz-Münzen wurden durch international übliche
Klarsichtkapseln ersetzt. All diese Maßnahmen führten
dazu, dass die Attraktivität des Sammelgebiets weiter
erhöht werden konnte.
Lesen Sie in der Titelgeschichte
"5 Jahre Euro" unserer gedruckten Ausgabe außerdem:
- Renaissance der Goldmünzen: Wertvolle Sammlerstücke
in Euro-Währung.
- EUROPA-Serie begeistert die Sammler: Länderübergreifendes
Gedenkmünzenprogramm mit gemeinsamem Münzzeichen
und Thema.
- 2-Euro-Gedenkmünzen: Meilenstein der Münzgeschichte.
- Ausblick: 2007 im Zeichen des Jubiläums "50
Jahre Römische Verträge".
- Rückblick: 50 Jahre deutsche Gedenkmünzen.
Die direkten Vorläüfer der deutschen Silber- und
Gold-Euros werden immer seltener.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Januar/Februar 2007.
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