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Der luxemburgische
Premier Juncker und
EU-Währungskommissar Almunia bei der
Präsentation der
Gemeinschaftsprojekts.
Unten: So könnte (nach
einer Computer-
simulation
des italienischen
Designers Frizio) die
deutsche 2-Euro-
Gedenkmünze aussehen.
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Für 2007 bahnt sich Sensationelles an: Die EU-Kommission
präsentierte im Mai den Entwurf einer 2-Euro-Gedenkmünze,
die in allen Euro-Staaten motivgleich erscheinen soll.
Das 50jährige Jubiläum der Römischen Verträge
soll nach dem Willen der EU für eine numismatische Sensation
sorgen: Alle zwölf Euro-Hauptländer und Slowenien
(das ab 2007 wohl ebenfalls zur Euro-Zone gehören wird)
sollen aus diesem Anlass eine motivgleiche 2-Euro-Gedenkmünze
herausgeben. Die Römischen Verträge wurden am 25.
März 1957 von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien,
Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet und begründeten
die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die Basis
der späteren Europäischen Union.
Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker und
EU-Währungskommissar Joaquin Almunia präsentierten
im Mai den Siegerentwurf, der aus einem Wettbewerb zwischen
europäischen Münzstätten hervorging.
Gemeinsames Motiv
Das Motiv zeigt das als Buch gebundene Vertragswerk mit den
Unterschriften der sechs Gründungsmitglieder vor dem
Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen
Straßenpflasters auf der Piazza del Campidoglio in Rom.
Als Inschrift ist der Ausgabeanlass in der jeweiligen Landessprache,
die Jahreszahl 2007 sowie das Ausgabeland vorgesehen.
Bis Redaktionsschluss blieb freilich die spannendste Frage
offen: Werden sich alle Länder an diesem Gemeinschaftsprojekt
beteiligen? So hat sich Deutschland (siehe nebenstehenden
Bericht) per Kabinettsbeschluss festgelegt, 2007 die 2-Euro-Gedenkmünze
im Rahmen der Bundesländerserie dem Land Mecklenburg-Vorpommern
zu widmen. Laut EU-Vorgaben ist aber nur eine 2-Euro-Gedenkmünze
pro Land und Jahr zugelassen. Zumindest diese Regelung müsste
außer Kraft gesetzt werden, damit Deutschland im nächsten
Jahr zusätzlich zu der Schwerin-Münze auch noch
50 Jahre Römische Verträge auf einer
2-Euro-Gedenkmünze prägen dürfte. Außerdem
würdigt die Bundesrepublik das Ereignis bereits auf einer
10-Euro-Silbermünze.
Bekanntlich liegt das Münzregal (das Recht,
Münzen zu prägen) auch in Euro-Zeiten weiterhin
bei den nationalen Regierungen, deshalb kann von der EU keine
Münze verordnet werden. Allerdings gab es
Vorverhandlungen zu diesem Gemeinschaftsprojekt, in denen
die deutschen Vertreter nicht ausdrücklich ihr Veto gegen
das Vorhaben einlegten. Offen sind auch noch weitere Fragen,
so zum Beispiel: Wie verhalten sich die Niederlande, die auf
allen anderen Münzen stets ihr Staatsoberhaupt, Königin
Beatrix, zeigen?
Im Sommer soll auf hoher politischer Ebene noch einmal mit
allen Beteiligten gesprochen werden, unter welchen Voraussetzungen
die Münze schließlich erscheinen kann.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Juli / August 2006.
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