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10 Euro Silber: 175. Geburtstag von
Wilhelm Busch 2007.
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Nachdem wir im letzten Heft die prämierten
Entwürfe für die 2007er Gedenkmünze
zur 50-Jahr-Feier
des Saarlands als Bundesland vorgestellt haben, folgt
nun 175. Geburtstag von Wilhelm Busch. Das siegreiche
Modell stammt von Othmar Kukula aus Neuhausen.
Wie in unserer letzten Vorschau bereits angekündigt,
steht mittlerweile schon das zweite Motiv des deutschen Gedenkmünzen-Programms
2007 fest. Zur Würdigung gelangt der deutsche Schriftsteller
und Zeichner Wilhelm Busch (1832-1908) anlässlich seines
175. Geburtstags. Er wurde mit seinen außergewöhnlichen
Bildergeschichten berühmt, die in sarkastischer Satire
verpackt stets moralische Botschaften transportierten. Hierzu
passt auch die vorgesehene Randschrift des Silber-Euros, die
einen von Buschs Aphorismen zitiert: Wer rudert, sieht
den Grund nicht.
Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 im dörflichen Wiedensahl
etwa 40 Kilometer westlich von Hannover geboren. Nach der
Schule durchlief er eine vierjährige Ausbildung als Kunstmaler,
verdiente aber später seinen Lebensunterhalt überwiegend
als Zeichner witziger Bildfolgen für Illustrierte. Deren
erste und zugleich populärste war die Lausbubenposse
Max und Moritz von 1865. Kein Wunder, dass die
beiden Hauptfiguren auch auf den prämierten Entwürfen
für die im Jahr 2007 zu prägende 10-Euro-Gedenkmünze
durchweg auftauchen.
Originell: Holzschnitt
So sind die beiden Lausbuben Max und Moritz auf dem Siegerentwurf
von Othmar Kukula aus Neuhausen am rechten Münzrand zu
sehen, wie sie im dritten Streich den Schneider Böck
ärgern. Dabei stehen sie am anderen Bachufer und rufen:
He, heraus! Du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider,
meck, meck, meck!, nachdem sie zuvor die Brücke
angesägt haben. Am linken Münzrand ist mit dem Porträt
der Frommen Helene eine weitere, keineswegs fromme
Titelfigur aus Buschs Bildergeschichten dargestellt. Im Zentrum
des Entwurfs ist das holzschnittartige Bildnis des Meisters
selbst zu sehen, das ihn in typischer Manier mit breitem Hut
und Zigarette rauchend zeigt. Die interessante und unkonventionelle
Idee mit dem Holzschnitt wird auch auf der Wappenseite aufgegriffen.
Spannung im Relief
Der zweite Preis beim Design-Wettbewerb ging an Elvira Fath
aus Würzburg. Auch bei diesem Entwurf tauchen die kleinen
Bösewichte Max und Moritz neben ihrem Schöpfer auf.
In der Umschrift steht das originale Zitat aus der Bildergeschichte:
Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt
sogleich. Als besonderes Gestaltungsmittel stellt die
Künstlerin Max und Moritz im erhabenen Relief dar, während
das als Vorlage dienende Selbstporträt Buschs in den
Münzgrund eingraviert ist.
Buschs Selbstporträt
Der drittplatzierte Entwurf des Berliner Künstlers Till
Mainz zeigt, neben Max und Moritz sowie der Frommen Helene,
noch eine weitere Titelfigur von Wilhelm Busch: Hans Huckebein,
den Unglücksraben, wie er am Schluss der Bildergeschichte
noch kurz vor seinem Ende volltrunken auf einem Bein balanciert.
Gelobt wurde von der Jury die Darstellung von Buschs Selbstporträt
aus dem Jahre 1894, während der Wappenadler wenig
prägnant erschien.
Spezifikationen:
175. Geburtstag Wilhelm Busch, 2007, 10 Euro, Silber 925/1000,
ø 32,5 mm, 18 g, Prägestätte München
(D),
Randschrift WER RUDERT, SIEHT DEN GRUND NICHT.
Die Auflagen werden noch festgelegt.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Juli / August 2006.
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