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Die gemeinsame Rückseite der
chinesischen Olympia-Gedenkmünzen zeigt das "Beijing"-Logo,
umrahmt von Drachen-Ornamenten.

Die Goldmünzen kombinieren in ihren Motiven
historische Sport-Darstellungen mit modernen Piktogrammen.

Die erste Serie der Olympia-Silbermünzen
mit Teilkolorierung ist Kinderspielen gewidmet.
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Die Nationalbank Chinas stellte auf der World Money Fair die
ersten Motive ihres Gedenkmünzen-Programms zu den Olympischen
Sommerspielen von Peking 2008 vor. Zwei Gold- und vier Silbermünzen
mit Teilkolorierung werden als erste von drei Serien noch
dieses Jahr erscheinen.
Wer sich am Tag vor der offiziellen Eröffnung der World
Money Fair in Berlin in die Hallen des Estrel Kongresszentrums
schmuggelte, um schon vorab die mit Spannung erwarteten ersten
Münzen Chinas zu den Olympischen Sommerspielen 2008 zu
erblicken, wurde enttäuscht. An dem großen, in
traditionellem Rot gehaltenen Messestand waren zwar Fotos
der ersten Münzen aufgehängt, diese waren jedoch
sorgfältig verhüllt. Keiner sollte die Münzen
vor ihrer offiziellen Weltpremiere zu Gesicht bekommen.
Am 3. Februar, morgens pünktlich um 9 Uhr, war es dann
soweit: Hochrangige Repräsentanten aus China hatten auf
dem Podium vor dem zahlreich erschienenen Publikum aus dem
In- und Ausland Platz genommen, um feierlich die erste Serie
des olympischen Gedenkmünzenprogramms für 2008 vorzustellen.
Die erste von insgesamt drei Serien besteht aus sechs Münzen,
zwei Gold-Gedenkmünzen und vier Silber-Gedenkmünzen.
Die gemeinsame Vorderseite aller Münzen zeigt das Logo
der Olympischen Spiele Beijing 2008 sowie die
Olympischen Ringe, umrahmt von einem traditionellen chinesischen
Drachenornament.
Die Motivseite der ersten Goldmünze zu 150 Yuan zeigt
antikes Bogenschießen. Das Design geht zurück auf
ein Wandbild in der Dunhuang-Grotte in Chinas nordwestlicher
Provinz Gansu, das vor rund 1500 Jahren entstand. Neben dem
historischen Hauptmotiv findet sich die moderne Darstellung
eines Piktogramms für diese Sportart auf der 1/3-Unzen-Münze
mit 23 Millimetern Durchmesser. Die Zahl 29 auf
allen Münzen steht für die XXIX. Olympischen Sommerspiele.
Das gelungene Design wurde vom Premierenpublikum
mit viel Beifall aufgenommen und dürfte auch beim Sammler
sehr gut ankommen. Damit werden die Chinesen den hohen Erwartungen
gerecht, die die Weltöffentlichkeit in dieses Gedenkmünzenprogramm
gesetzt hat. Der 13. Juli 2006 ist der 5. Jahrestag der Vergabe
der Olympischen Spiele an Peking. Exakt an diesem Jubiläumstag
will die Nationalbank Chinas die ersten Gedenkmünzen
herausgeben.
Zwei Gold- und vier Silbermünzen zum Auftakt
Die zweite Goldmünze ist dem Reitsport gewidmet und zeigt
einen antiken Reiter, der einer Steinskulptur nachempfunden
ist, die 1954 in dem Dorf Beizhai in der Provinz Shandong
ausgegraben wurde. Das sehr dynamische Motiv stellt einen
Reiter auf seinem Pferd in vollem Galopp dar. Auch diesem
historischen Motiv wurde wieder ein modernes Piktogramm dieser
olympischen Disziplin zur Seite gestellt.
Die offiziellen Silber-Gedenkmünzen der ersten Serie
zeigen traditionelle Kinderspiele und symbolisieren damit
Hoffnung und die tiefe Verbundenheit mit dem olympischen Geist,
der von Generation zu Generation weitergegeben und gepflegt
wird. Die vier 1-Unzen-Münzen (Durchmesser 40 mm) zeigen
Drachensteigen, Bockspringen, Reifen- und Federballspiel.
Unterteilt durch den berühmten chinesischen Knoten zeigen
sie auf der rechten Seite jeweils traditionelle handgearbeitete
Spielzeuge aus China: Papiersprossenrad, Hasentonfigur, Fischornament
und Stofftigerfigur. Diese Spielzeuge sind farbig dargestellt.
Insgesamt strahlen alle Münzen des chinesischen Gedenkmünzenprogramms
zu Beijing 2008 einen sehr landestypischen Charakter aus.
Die Prägequalität der Münzen wurde von den
zahlreich vertretenen Fachleuten der internationalen Münzstätten
durchweg als sehr hoch gelobt. Die Goldmünzen erscheinen
in 60.000er Auflagen, die Silbermünzen sind auf eine
Höchst-Prägemenge von je 160.000 Exemplaren limitiert.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe März / April 2006.
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