Aktuell: Januar / Februar 2006 Aktuelles Heft
 
Die ersten Vatikan-Münzen mit dem deutschen Papst


5 Euro Silber: 60 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

10 Euro Silber: Eucharistie-Jahr 2005

20 und 50 Euro Gold: Christliche Sakramente (Taufe).

 

Das vergangene Jahr bescherte dem Top-Sammelgebiet Vatikan echte Highlights: seltene Sedisvakanz-Münzen, der Kölner Dom auf 2-Euro-Gedenkmünzen und nun erstmals das Bildnis des deutschen Papstes Benedikt XVI. in Silber und Gold.

Seitdem der deutsche Papst Benedikt XVI. am 19. April 2005 zum Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt wurde, wartete die Münzenwelt gespannt auf die erste Ausgabe des Vatikans, die ein Bildnis von ihm zeigt. Zugleich machten sich, nachdem sein beliebter Vorgänger verstorben war, zahlreiche numismatische „Pilger“ auf die Suche nach dessen letzten Münzen. Angesichts der ohnehin enormen Popularität der Ausgaben von Euro-Kleinstaaten, vor allem des Vatikans, führte der Sammlerandrang hier unweigerlich zu explosiven Wertsteigerungen. Ebenso erging es dem Kursmünzensatz und dem Silber-Euro zur Sedisvakanz, die aufgrund niedriger Auflagen für die meisten Liebhaber unerreichbar blieben – oder nur weit über dem Erstausgabepreis erhältlich waren und sind.

Riesen-Nachfrage garantiert

Eine mindestens ebenso reißende, wenn nicht noch größere Nachfrage war nun auch für die ersten vatikanischen Gedenkmünzen mit Benedikt-Porträt zu erwarten. Mit ihm sitzt seit fast fünf Jahrhunderten erstmals wieder ein Deutscher auf dem Papststuhl, weshalb insbesondere die Sammler hierzulande völlig aus dem Häuschen sind. Hinzu kommt eine zunächst nicht erwartete, hohe Sympathie, die dem ehemaligen Kardinal Josef Ratzinger seit seiner Papstwahl von den Menschen entgegen gebracht wird. Verstummt sind mittlerweile selbst seine hartnäckigsten Kritiker.

Die letzten Ausgaben des Jahrgangs 2005

Am 6. Dezember 2005 sind nun offiziell die letzten Jahresausgaben des Vatikans erschienen. Dazu gehören die 2-Euro-Gedenkmünze anlässlich des Weltjugendtages in Köln (ihr Motiv wurde bereits im vergangenen Sommer veröffentlicht), dann zwei Silber-Euros zum Ende des Zweiten Weltkrieges (5 Euro) beziehungsweise zur Feier des Eucharistiejahres (10 Euro), sowie als Krönung eine Doppelausgabe in Gold mit 20 und 50 Euro Nennwert. Mit diesen Goldmünzen beginnt die neue, auf drei Jahre angelegte Münzenserie „Die Sakramente der christlichen Initiation“, deren erste beiden Ausgaben der Taufe gewidmet sind.

Der neue Papst in Gold und Silber

Die 20-Euro-Ausgabe zeigt einen Brunnen mit drei Fontänen als Symbol für die Dreifaltigkeit. Die Münze zu 50 Euro stellt die Taufe von Jesus Christus im Jordan durch Johannes den Täufer dar. Im Mittelpunkt steht aber zweifellos die gemeinsame Rückseite, auf der erstmals Papst Benedikt XVI. auf Goldmünzen des Vatikans zu sehen ist. Sie zeigen ihn in vollem Ornat mit Hirtenstab und Mitra auf dem Thron des Papstes. Die Designs stammen von Daniela Fusco und Guido Veroi.

Vom Wiedererkennungswert her noch eindrucksvoller ist das Kopfporträt Benedikts XVI. auf der 10-Euro-Silbermünze, die ihn meisterlich modelliert mit heiteren und gelassenen Gesichtszügen nach links blickend zeigt. Der Entwurf stammt ebenfalls vom renommierten „Hofdesigner“ Guido Veroi, auf dessen Kunstfertigkeit nun offenbar auch Papst Benedikt XVI. vertraut. Die Rückseite der Gedenkmünze zeigt die biblische Abendmahl-(Eucharistie-) Szene: Jesus dankt, bricht das Brot und gibt es seinen Jüngern.

Ähnlich gestaltet und beeindruckend ist auch das Benedikt-Porträt auf der Silbermünze zu 5 Euro, die von Orietta Rossi geschaffen wurde. Auf der Wertseite sind hier drei Kinder in den Ästen eines Olivenbaums zu sehen, der aus Stacheldraht erwächst. Das Motiv steht für das aus Trümmern wieder auferstandene Leben.

Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Januar / Februar 2006.


 


Das DEUTSCHE MÜNZEN MAGAZIN im Abonnement können Sie hier bestellen.

 

 
 
 

Copyright © 1987-2006 EMS-Verlag GmbH| Alle Rechte vorbehalten|