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5 Euro Silber: 60 Jahre Ende des
Zweiten Weltkriegs


10 Euro Silber: Eucharistie-Jahr
2005



20 und 50 Euro Gold: Christliche
Sakramente (Taufe).
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Das vergangene Jahr bescherte dem Top-Sammelgebiet
Vatikan echte Highlights: seltene Sedisvakanz-Münzen,
der Kölner Dom auf 2-Euro-Gedenkmünzen und nun erstmals
das Bildnis des deutschen Papstes Benedikt XVI. in Silber
und Gold.
Seitdem der deutsche Papst Benedikt XVI. am 19. April 2005
zum Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt wurde, wartete
die Münzenwelt gespannt auf die erste Ausgabe des Vatikans,
die ein Bildnis von ihm zeigt. Zugleich machten sich, nachdem
sein beliebter Vorgänger verstorben war, zahlreiche numismatische
Pilger auf die Suche nach dessen letzten Münzen.
Angesichts der ohnehin enormen Popularität der Ausgaben
von Euro-Kleinstaaten, vor allem des Vatikans, führte
der Sammlerandrang hier unweigerlich zu explosiven Wertsteigerungen.
Ebenso erging es dem Kursmünzensatz und dem Silber-Euro
zur Sedisvakanz, die aufgrund niedriger Auflagen für
die meisten Liebhaber unerreichbar blieben oder nur
weit über dem Erstausgabepreis erhältlich waren
und sind.
Riesen-Nachfrage garantiert
Eine mindestens ebenso reißende, wenn nicht noch größere
Nachfrage war nun auch für die ersten vatikanischen Gedenkmünzen
mit Benedikt-Porträt zu erwarten. Mit ihm sitzt seit
fast fünf Jahrhunderten erstmals wieder ein Deutscher
auf dem Papststuhl, weshalb insbesondere die Sammler hierzulande
völlig aus dem Häuschen sind. Hinzu kommt eine zunächst
nicht erwartete, hohe Sympathie, die dem ehemaligen Kardinal
Josef Ratzinger seit seiner Papstwahl von den Menschen entgegen
gebracht wird. Verstummt sind mittlerweile selbst seine hartnäckigsten
Kritiker.
Die letzten Ausgaben des Jahrgangs 2005
Am 6. Dezember 2005 sind nun offiziell die letzten Jahresausgaben
des Vatikans erschienen. Dazu gehören die 2-Euro-Gedenkmünze
anlässlich des Weltjugendtages in Köln (ihr Motiv
wurde bereits im vergangenen Sommer veröffentlicht),
dann zwei Silber-Euros zum Ende des Zweiten Weltkrieges (5
Euro) beziehungsweise zur Feier des Eucharistiejahres (10
Euro), sowie als Krönung eine Doppelausgabe in Gold mit
20 und 50 Euro Nennwert. Mit diesen Goldmünzen beginnt
die neue, auf drei Jahre angelegte Münzenserie Die
Sakramente der christlichen Initiation, deren erste
beiden Ausgaben der Taufe gewidmet sind.
Der neue Papst in Gold und Silber
Die 20-Euro-Ausgabe zeigt einen Brunnen mit drei Fontänen
als Symbol für die Dreifaltigkeit. Die Münze zu
50 Euro stellt die Taufe von Jesus Christus im Jordan durch
Johannes den Täufer dar. Im Mittelpunkt steht aber zweifellos
die gemeinsame Rückseite, auf der erstmals Papst Benedikt
XVI. auf Goldmünzen des Vatikans zu sehen ist. Sie zeigen
ihn in vollem Ornat mit Hirtenstab und Mitra auf dem Thron
des Papstes. Die Designs stammen von Daniela Fusco und Guido
Veroi.
Vom Wiedererkennungswert her noch eindrucksvoller ist das
Kopfporträt Benedikts XVI. auf der 10-Euro-Silbermünze,
die ihn meisterlich modelliert mit heiteren und gelassenen
Gesichtszügen nach links blickend zeigt. Der Entwurf
stammt ebenfalls vom renommierten Hofdesigner
Guido Veroi, auf dessen Kunstfertigkeit nun offenbar auch
Papst Benedikt XVI. vertraut. Die Rückseite der Gedenkmünze
zeigt die biblische Abendmahl-(Eucharistie-) Szene: Jesus
dankt, bricht das Brot und gibt es seinen Jüngern.
Ähnlich gestaltet und beeindruckend ist auch das Benedikt-Porträt
auf der Silbermünze zu 5 Euro, die von Orietta Rossi
geschaffen wurde. Auf der Wertseite sind hier drei Kinder
in den Ästen eines Olivenbaums zu sehen, der aus Stacheldraht
erwächst. Das Motiv steht für das aus Trümmern
wieder auferstandene Leben.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Januar / Februar 2006.
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