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Die Silbermünze "800 Jahre Dresden"
erscheint im Sommer 2006.
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Im kommenden Sommer erscheint eine 10-Euro-Silbermünze
anlässlich der 800-Jahr-Feier von Dresden. Aus dem Design-Wettbewerb
ging ein Entwurf des Berliner Künstlers Heinz Hoyer siegreich
hervor.
Wie Magdeburg, das 2005 wegen seiner 1200-Jahr-Feier zu Münzehren
kam, wird mit Dresden 2006 eine weitere ostdeutsche Metropole
in Silber geprägt. Die Gedenkmünze soll daran erinnern,
dass Sachsens Landeshauptstadt vor 800 Jahren, am 31. März
1206, erstmals urkundlich erwähnt wurde. Mittlerweile
ist der Design-Wettbewerb abgeschlossen, in dem ein Entwurf
von Heinz Hoyer aus Berlin den ersten Platz belegte. Er zeigt
in naturalistischer, komprimierter Darstellung die das
Stadtbild prägenden historischen Gebäude in besonders
gelungener Weise in Verbindung mit dem Fluss, so die
Jury. Außerdem wird der Künstler dafür gelobt,
mit der Spiegelung im Fluss Wiederaufbau und Zerstörung
der Stadt, die Teil des Mythos von Dresden sind, greifbar
in das Münzrund einzubeziehen.
Eine ähnliche Idee der Spiegelung von historischer und
zerstörter Stadtansicht verfolgte offensichtlich auch
Doris Waschk-Balz aus Hamburg. Deren Entwurf, der auf dem
zweiten Platz landete, wirkt allerdings durch die Frontperspektive
konventioneller und weniger dynamisch. Bemängelt wurde
der Sprung zu linear umgesetzten Gebäudeformen auf der
rechten Münzhälfte.
Die drittplatzierte Darstellung vom Stuttgarter
Kunstprofessor Ulrich Böhme schließlich überzeugte
das Preisgericht durch ihre Idee der Vogelperspektive
auf die Stadt. Jedoch sei die Auswahl der Gebäude
nicht so konsequent gewählt, um einen Eindruck von der
800jährigen Geschichte der Stadt bis heute zu vermitteln.
Als Randschrift wählte das Preisgericht eine Reihe von
Jahreszahlen, die entscheidende Zäsuren in der Stadtgeschichte
markieren: 1206 wurde Dresden erstmals urkundlich erwähnt,
1485 wählte die albertinische Linie der Wettiner Dresden
zu ihrer herzoglichen Residenz, 1547 erhielten die albertinischen
Fürsten die Kurwürde und Dresden stieg zur Hauptstadt
Sachsens auf, 1697 wurde Kurfürst Friedrich August I.
als August II. der Starke auch König von Polen, 1832
fand nach der neuen sächsischen Städteordnung die
erste Ratswahl statt, 1945 wurde Dresden im Zweiten Weltkrieg
zerstört, 1989 hatte die friedliche Revolution, die zum
Ende der DDR führte, in Dresden einen wichtigen Ausgangspunkt
fehlt nur noch das Präge- und Jubiläumsjahr
2006.
Spezifikationen: 800 Jahre Dresden,
2006, 10 Euro, Silber 925/1000, ø 32,5 mm, 18 g. Auflagen:
je 1,8 Millionen in Stempelglanz und 300.000 in Spiegelglanz.
Prägestätte: Berlin A.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe November / Dezember 2005.
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