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Silbermünze zum 250. Geburtstag von
Wolfgang Amadeus Mozart im Januar 2006.


Im März 2006 erscheint die Gedenkmünze zum 225.
Geburtstag des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel.
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Mit einer 10-Euro-Silbergedenkmünze zu Ehren des
250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart wird im Januar
der nächste Gedenkmünzen-Jahrgang der Bundesrepublik
Deutschland eröffnet. Ihr Motiv wurde jetzt ebenso beschlossen
wie das der im März erscheinenden Silbermünze 225.
Geburtstag von Karl Friedrich Schinkel.
Mit der 10-Euro-Gedenkmünze auf die österreichische
Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, die im
November erscheint, wird erstmals eine Persönlichkeit
auf einer bundesdeutschen Münze gewürdigt, die weder
in Deutschland geboren oder gestorben ist, noch hier den Mittelpunkt
ihres Wirkens hatte. Wir lernen: Euro-Gedenkmünzen der
Bundesrepublik haben europäische Dimensionen erlangt.
Gleich die nächste Silbermünze, die im Januar 2006
erscheint, gilt wieder einem Österreicher: Wolfgang Amadeus
Mozart. Neben ihrer Bedeutung für unsere Geschichte und
Kultur haben beide Persönlichkeiten aber auch noch einen
direkten Deutschlandbezug: Bertha von Suttner wurde in Gotha
beigesetzt und Mozarts Vater stammte ursprünglich aus
Augsburg.
250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart
Am 27. Januar also erscheint die erste deutsche Silbergedenkmünze
des Jahrgangs 2006. Auf den Tag genau zur 250. Wiederkehr
des Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart, der 1756 in Salzburg
geboren wurde. Mozart, das Wunderkind, spielte
schon in jungen Jahren Klavier und Geige wie ein Erwachsener,
verfügte über das absolute Gehör und vor allem:
er komponierte. In seinen ersten 24 Lebensjahren befand sich
Mozart allein neuneinhalb Jahre auf Reisen kreuz und quer
durch Europa.
Er faszinierte ebenso das breite Publikum wie Könige
und Aristokraten. Bei Kaiserin Maria Theresia saß er
1762 auf dem Schoß, zwei Jahre später nahm er in
Versailles an der königlichen Abendtafel von Ludwig XV.
teil, als 14-jähriger wurde er vom Papst empfangen. Unvergänglich
sind seine Opern, wie Die Zauberflöte oder
Don Giovanni, und natürlich seine vielen
großen Klavierkonzerte. Er hinterließ ein reiches
Oeuvre von rund 675 Kompositionen. Im November 1791 starb
Mozart im Alter von nur 35 Jahren.
Wolfgang Amadeus Mozart wurde schon mehrfach auf Münzen
geehrt. So zu seinem 200. Todestag 1991 in Tschechien, China,
der Türkei und Frankreich und natürlich in
seinem Heimatland Österreich, wo ihm seit 1931 neben
vier Silber- und zwei Gold-Gedenkmünzen sogar die 1-Euro-Umlaufmünze
gewidmet wurde.
Jury: Originelle graphische Lösung
Nun erscheint Mozart auch auf einer deutschen Münze.
Sie wurde gestaltet von dem jungen Berliner Künstler
Jordi Regel, der für die Bildseite ein markantes Porträt
des Musikers geschaffen hat. Die Wertseite, so
das Preisgericht in seiner Beurteilung, korrespondiert
mit der Wertseite in hervorragender Weise. Dies kommt besonders
durch das Aufgreifen der beschwingten Adlerflügel und
der Anordnung der Sterne innerhalb von Notenlinien zum Ausdruck.
Insgesamt stelle die Münze eine zeitgemäße
und originelle graphische Lösung dar. Jordi Regel
beweist damit auch den Münzensammlern, dass er durchaus
in der Lage ist, perfekte, detailreiche Motive zu gestalten
und nicht nur einen leeren Fernsehbildschirm, wie auf der
umstrittenen Silber-Gedenkmünze aus dem Jahr 2002.
Den 2. Preis holte sich Carl Vezerfi-Clemm aus München,
Platz 3 ging an Frantisek Chochola aus Hamburg. Die Randschrift
lautet (nach einem Zitat von Hermann Hesse): MOZART
DIE WELT HAT EINEN SINN.
Karl Friedrich Schinkel im März
Nach Deutschlands erster 2-Euro-Gedenkmünze und der vierten
Silberausgabe zur Fußball-WM 2006, die beide im Februar
erscheinen, steht am 2. März 2006 eine Gedenkmünze
zu Ehren von Karl Friedrich Schinkel auf dem Programm. Er
wurde genau 225 Jahre zuvor geboren. Schinkel gilt als der
Baumeister Preußens. Seine wichtigsten Werke
verbinden Schönheit und Zweckmäßigkeit in
seltener Harmonie. Mit der Neuen Wache, dem Schauspielhaus
und dem Alten Museum in Berlin sowie der Nikolai-Kirche in
Potsdam setzte sich Schinkel selbst unvergängliche Denkmale.
Den Münzensammlern ist Schinkel freilich auch ein Begriff,
weil er zu seinem 125. Todestag Motiv der ersten Gedenkmünze
der DDR war, die heute sehr wertvoll ist. Sie gilt als das
Germanische Museum des Sammelgebiets DDR.
Die 10-Euro-Gedenkmünze, die von Professor Axel Bertram
aus Berlin geschaffen wurde, verzichtet auf ein Porträt
des Geehrten. Auf der Bildseite wird vielmehr ein kniender
Jüngling gezeigt, der über einer Quadermauer ein
Senkblei anlegt, darunter die Inschrift zum Ausgabeanlass:
Karl Friedrich Schinkel 1781-1841. Das Motiv stammt aus Schinkels
Reliefplatten der Berliner Bauakademie. Die Wertseite zeigt
einen klassischen Münzadler, der gut mit der Vorderseite
korrespondiert. Die Jury urteilte: Insgesamt ein sehr
gelungener Entwurf, der inhaltlich und in seiner präzisen
Gestaltung viel vom künstlerischen Gedankengut Schinkels
vermittelt. Platz 2 und 3 gingen an Arbeiten von Professor
Christian Höpfner aus Berlin und Stefan Voigtländer
aus Leipzig, die beide ein Porträt Schinkels in den Mittelpunkt
ihres Münzmotivs stellten.
Die Randschrift lautet: DER MENSCH BILDE SICH IN ALLEM SCHÖN.
Es ist ein Zitat Schinkels, der den Begriff des Schönen
als Basis und Grund menschlicher Existenz betrachtete, ohne
den das Leben nur Kampf mit der Barbarei sei.
Spezifikationen: 250. Geburtstag von Wolfgang
Amadeus Mozart und 225. Geburtstag Karl Friedrich
Schinkel, 2006, 10 Euro, Silber 925/1000, Ø 32,5
mm, 18 Gramm. Auflagen: je 1,8 Millionen in Stempelglanz und
300.000 in Spiegelglanz. Prägestätten: München
D (Mozart) und Stuttgart F (Schinkel).
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe September / Oktober 2005.
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