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Die Euro- und Centmünzen Estlands
werden die Karte des Landes zeigen.
Litauen hat sich für sein Landeswappen als Motiv der
neuen Münzen entschieden.
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Estland, Litauen und Slowenien werden voraussichtlich
die ersten der zehn neuen EU-Länder sein, die 2007 die
Gemeinschaftswährung einführen. Zwei Staaten haben
bereits die Designs für die nationalen Seiten ihrer Umlaufmünzen
beschlossen, die erstmals auch
eine neue Europa-Seite mit aktualisierter Landkarte zeigen.
Drei der zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten werden vermutlich
schon Anfang 2007 Vollmitglieder der Währungsunion mit
eigenen Euromünzen sein: Estland, Litauen und Slowenien.
Sie sind bereits kurz nach ihrer Aufnahme in die Union Mitte
2004 dem Europäischen Wechselkursmechanismus EWS 2 beigetreten.
Diese Institution gilt gewissermaßen als Wartezimmer
für die Euro-Kandidaten. Zwei Jahre lang müssen
die Länder hier unter Beweis stellen, dass ihre Währungen
einen stabilen Wechselkurs zum Euro haben. Das ist eines der
sogenannten Maastrichter Kriterien, zu denen auch die jährliche
Neuverschuldung von maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts
(das Deutschland ja bekanntlich seit mehreren Jahren überschreitet)
gehört.
Mitte 2006 also haben diese drei Länder die Zweijahresphase
hinter sich und können, wenn sie alle Voraussetzungen
erfüllen, den Euro einführen. Bis dann aber tatsächlich
das Bargeld ausgetauscht wird, sind noch ein paar technische
Vorbereitungen notwendig, die allerdings nicht so lange dauern
werden wie bei den zwölf Altmitgliedern, die für
die Phase der Münzen- und Banknotenherstellung ja bekanntlich
drei Jahre brauchten. Die neuen Länder können von
den Erfahrungen der Pioniere auf diesem Gebiet profitieren
und werden deshalb die Umstellungsphase wohl in wenigen Monaten
bewältigen. Alle drei Staaten haben sich zum Ziel gesetzt,
im Januar 2007 das Euro-Bargeld in ihren Ländern einzuführen.
Auf den Münzentwürfen ist deshalb auch bereits diese
Jahreszahl zu finden.
In Estland wurde das Motiv von der Bevölkerung gewählt
Im nahezu schuldenfreien Estland wurde ein fester Wechselkurs
schon bei der Unabhängigkeitserklärung 1991 festgeschrieben
damals noch zur Deutschen Mark. Eine DM entsprach acht
Estnischen Kronen, heute sind es 15,65 Kronen pro Euro. Die
Litauischen Litas werden mit 1:3,45 umgerechnet. In Slowenien
gilt ein Euro soviel wie 239,64 Tolar.
Das Design der neuen nationalen Seiten von Estland wurde ganz
demokratisch entschieden es gab einen öffentlichen
Wettbewerb, bei dem die Bevölkerung das schönste
Motiv wählen konnte. Mit großer Mehrheit entschieden
sich die Esten für ein Landkarte und das Wort Eesti,
gestaltet von Lembit Lõhmus. Zur Begründung für
sein Motiv schrieb der Künstler: Es gibt nur wenige
Länder in Europa, die eine solch attraktive und leicht
zu merkende Kontur haben wie Estland. Deshalb sei dieses
Symbol besonders gut geeignet. Alle acht Wertstufen von 1
Cent bis 2 Euro werden das selbe Motiv haben.
Litauen mit Landeswappen
Die Regierung von Litauen, dem südlichsten und von der
Fläche zugleich größten baltischen Staat,
entschied sich für das Staatswappen auf den nationalen
Seite aller acht Euro- und Cent-Münzen. Dieses Wappen
geht auf die Zeit des litauischen Großfürstentums
im 14. Jahrhundert zurück. Es zeigt einen Ritter mit
erhobenem Schwert hoch zu Ross und erinnert an den legendären
Volkshelden Vytis.
Der Betrachter sieht den Ritter nach links, in Richtung Westen
gewendet. Das soll auf die Richtung hinweisen aus der in der
Vergangenheit Gefahr für Litauen drohte vom Deutschen
Ritterorden und von Polen. Heute dürfte das freilich
anders sein: Für die östlichsten EU-Länder
ist durch den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft
aus dem Westen eher Gutes zu erwarten.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe September / Oktober 2005.
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