Aktuell: Juli / August 2005 Aktuelles Heft
 
EU-Erweiterung: Kursmünzen bald mit neuer Karte

Jetzt wird's für Euro-Sammler richtig spannend, denn mit der neuen Europa-Seite, die zunächst nur von den neuen Ländern eingeführt wird, gibt es eine noch größere Vielfalt an möglichen Varianten.




 

 

 


Als Reaktion auf die EU-Erweiterung sollen die Euro-Münzen neu gestaltet werden. „Wir wollen das wirkliche Europa besser darstellen“, sagte EU-Währungskommissar Joaquín Almunia bei einem Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg.

Die Euro-Münzen werden künftig auf der einheitlichen Prägeseite die gesamte Europäische Union mit allen 25 Staaten abbilden. In einem ersten Schritt sollen die Münzen mit dem neuen Gemeinschaftsdesign in jenen Ländern geprägt werden, die als nächstes den Euro übernehmen, voraussichtlich Estland, Slowenien und Litauen. Diese Staaten traten unmittelbar nach ihrer Aufnahme in die EU 2004 auch dem Europäischen Währungssystem (EWS) bei. Über eine Dauer von zwei Jahre müssen die Euro-Kandidaten im EWS nachweisen, dass ihre Währungen eine Schwankungsbreite von maximal 15 Prozent zum Euro aufweisen. Erst dann dürfen sie das neue Geld in ihren Ländern einführen.

Neue EU-Länder starten mit geändertem Design

Die bisherigen zwölf Euro-Staaten sollen das neue EU-Design nach Abschluss der technischen Vorbereitungen übernehmen. Nicht betroffen ist die gemeinsame Seite bei den 1-, 2- und 5-Cent-Münzen, auf denen die Weltkugel erhalten bleiben soll. Münzen, die sich bereits im Umlauf befinden, bleiben gültiges Zahlungsmittel und werden nicht ersetzt.

Auch die nationalen Seiten sollen Zug um Zug geändert werden. Wichtigster Punkt: Auf allen Münzen soll künftig das Land klar erkennbar sein – als ausgeschriebener Landesname oder als Abkürzung, also etwa „RF“ für République Française. Auf der ersten deutschen 2-Euro-Gedenkmünze 2006 wird diese Vorgabe ja bereits umgesetzt.

Außerdem soll künftig auf nationalen Seiten nicht mehr die Währungsbezeichnung und das Nominal angegeben werden, was derzeit bei Österreich der Fall ist. Ausnahme: Wenn ein anderes Alphabet verwendet wird (wie bei Griechenland), ist es weiter zulässig.

Vielfältige Varianten

Für die Münzensammler ergeben sich dadurch vielfältige Möglichkeiten, ihre Kollektion individuell auszugestalten. So wird es künftig die verschiedensten Varianten mit „alter“ und neuer Rückseite geben, die sich durch nationale Seiten oder durch Jahreszahlen und Prägezeichen unterscheiden. Hier kann es durchaus zu (vielleicht nicht beabsichtigten) Kleinstauflagen kommen, zu modernen Raritäten mit hohem Wert. Das Sammelgebiet der Euro-Münzen wird dadurch weiter an Reiz gewinnen (siehe auch „Editorial“).

Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Juli/August 2005.

     

 


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