|
Jetzt wird's für Euro-Sammler richtig
spannend, denn mit der neuen Europa-Seite, die zunächst
nur von den neuen Ländern eingeführt wird, gibt
es eine noch größere Vielfalt an möglichen
Varianten.
|
|

Als Reaktion auf die EU-Erweiterung sollen die Euro-Münzen
neu gestaltet werden. Wir wollen das wirkliche Europa
besser darstellen, sagte EU-Währungskommissar Joaquín
Almunia bei einem Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg.
Die Euro-Münzen werden künftig auf der einheitlichen
Prägeseite die gesamte Europäische Union mit allen
25 Staaten abbilden. In einem ersten Schritt sollen die Münzen
mit dem neuen Gemeinschaftsdesign in jenen Ländern geprägt
werden, die als nächstes den Euro übernehmen, voraussichtlich
Estland, Slowenien und Litauen. Diese Staaten traten unmittelbar
nach ihrer Aufnahme in die EU 2004 auch dem Europäischen
Währungssystem (EWS) bei. Über eine Dauer von zwei
Jahre müssen die Euro-Kandidaten im EWS nachweisen, dass
ihre Währungen eine Schwankungsbreite von maximal 15
Prozent zum Euro aufweisen. Erst dann dürfen sie das
neue Geld in ihren Ländern einführen.
Neue EU-Länder starten mit geändertem Design
Die bisherigen zwölf Euro-Staaten sollen das neue EU-Design
nach Abschluss der technischen Vorbereitungen übernehmen.
Nicht betroffen ist die gemeinsame Seite bei den 1-, 2- und
5-Cent-Münzen, auf denen die Weltkugel erhalten bleiben
soll. Münzen, die sich bereits im Umlauf befinden, bleiben
gültiges Zahlungsmittel und werden nicht ersetzt.
Auch die nationalen Seiten sollen Zug um Zug geändert
werden. Wichtigster Punkt: Auf allen Münzen soll künftig
das Land klar erkennbar sein als ausgeschriebener Landesname
oder als Abkürzung, also etwa RF für
République Française. Auf der ersten deutschen
2-Euro-Gedenkmünze 2006 wird diese Vorgabe ja bereits
umgesetzt.
Außerdem soll künftig auf nationalen Seiten nicht
mehr die Währungsbezeichnung und das Nominal angegeben
werden, was derzeit bei Österreich der Fall ist. Ausnahme:
Wenn ein anderes Alphabet verwendet wird (wie bei Griechenland),
ist es weiter zulässig.
Vielfältige Varianten
Für die Münzensammler ergeben sich dadurch vielfältige
Möglichkeiten, ihre Kollektion individuell auszugestalten.
So wird es künftig die verschiedensten Varianten mit
alter und neuer Rückseite geben, die sich
durch nationale Seiten oder durch Jahreszahlen und Prägezeichen
unterscheiden. Hier kann es durchaus zu (vielleicht nicht
beabsichtigten) Kleinstauflagen kommen, zu modernen Raritäten
mit hohem Wert. Das Sammelgebiet der Euro-Münzen wird
dadurch weiter an Reiz gewinnen (siehe
auch Editorial).
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Juli/August 2005.
|