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Ab 2004 ist es den Euro-Staaten erlaubt, jährlich wechselnde
Motive zu prägen. Griechenland nutzt diese Option als
erstes Land für Olympia-Münzen zu den Spielen von
Athen.

Auch bei den neuen Gedenkmünzen
bleibt die gemeinsame Vorderseite des 2-Euro-Stücks unverändert
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Griechenland gibt 2004 die erste 2-Euro-Gedenkmünze
heraus, die in der gesamten Währungsunion kursgültig
ist. Europa-Rückseite, Gewicht und Material entsprechen
der normalen Umlaufmünze, die Bildseite zeigt einen Diskuswerfer
und die Olympischen Ringe.
Wie in unserer letzten Ausgabe bereits berichtet, hat die
Europäische Kommission am 30. September 2003 grünes
Licht gegeben für eine neue Serie von 2-Euro-Gedenkmünzen.
Ab diesem Jahr steht es damit allen Mitgliedsstaaten frei,
pro Jahr eine Gedenkmünze im Wert von 2 Euro zu prägen,
die die gleichen Spezifikationen und die selbe Europa-Seite
aufweist, wie die normalen Kursmünzen. Diese neuen 2-Euro-Gedenkmünzen
sind in ganz Euroland offizielles, gesetzliches Zahlungsmittel.
Für die Auflagen dieser Münzen sind, anders als
beim Umlaufgeld, Limitierungen, also Höchstgrenzen der
Prägemengen, festgelegt worden.
In ganz Euroland kursgültig
Mit der Einführung der Euro-Münzen im Jahr 2002
hatte man sich auf europäischer Ebene zunächst darauf
geeinigt, es vorläufig bei den bekannten nationalen Rückseiten
der Kursmünzen zu belassen. Die Bevölkerung sollte
sich erst einmal an das neue Kleingeld gewöhnen. Nun
hat die Europäische Kommission in Abstimmung mit den
Regierungen der Euro-Länder diese Beschränkung ab
dem Jahr 2004 für die 2-Euro-Münze aufgehoben.
Griechenland-Premiere
Als erstes Land der Währungsunion nutzt Griechenland
die neue Freiheit. Anlässlich der Präsentation der
Olympia-Gedenkmünzen zu Athen 2004 im November
in Berlin erklärte der langjährige Direktor der
Staatlichen Münzstätte Athens, Konstantin Karkazis,
dass die griechische Regierung den Beschluss gefasst habe,
schon 2004 aus Anlass der Olympischen Sommerspiele eine solche
Münze herauszugeben. Als Motiv sei ein Diskuswerfer vorgesehen.
Außerdem sollen auf der nur mit der Jahreszahl 2004
geprägten 2-Euro-Münze die fünf Olympischen
Ringe dargestellt werden (oben das erste Foto einer Probeprägung).
Die Höhe der Auflage wurde noch nicht bekannt gegeben,
liegt aber wohl im Millionen-Bereich.
Die 2-Euro-Münze, die Anfang des Jahres in Griechenland
in Umlauf gegeben wird, ist als Ergänzung zum Edelmetall-Programm
des Landes zu sehen. Sie soll bei der eigenen Bevölkerung,
aber auch über die Grenzen des Veranstalterlandes hinaus
für das sportliche Großereignis werben die
klassische Zusatzfunktion einer Münze schon in der Antike
Die meisten Länder starten die Serie 2005
In einer Umfrage des Deutschen Münzen Magazins bei allen
Euro-Münzämtern und -Prägestätten sprach
sich bislang kein Mitgliedsland gegen die neue 2-Euro-Gedenkmünze
aus. Allerdings werden die meisten diese Option erst ab dem
Jahrgang 2005 nutzen. Praktisch alle Euro-Staaten hatten nämlich
zum Zeitpunkt der EU-Entscheidung die Planungen für ihre
Münzprogramme 2004 bereits abgeschlossen. Thema und Design
für eine neue Münze festzulegen, die ja dann auch
in die Kursmünzensätze aufgenommen wird, war in
der Kürze der Zeit nicht mehr möglich. Es darf aber
davon ausgegangen werden, dass die 2-Euro-Gedenkmünzenserie
die erste länderübergreifende Gedenkreihe mit einheitlichen
Spezifikationen in Euroland sein wird, an der sich wohl alle
Mitgliedsstaaten beteiligen.
Für den Sammler ist das eine tolle Gelegenheit, mit geringen
Mitteln eine internationale Euro-Sammlung aufzubauen, die
das Europa-Motto Vielfalt in Einheit auf herausragende
Weise belegt. Beim Bundesfinanzministerium in Berlin sieht
man die Euro-Umlaufmünzen mit Gedenkmünzencharakter
in der Tradition der früheren 2-Mark-Stücke, die
ja ebenfalls als heimliche Gedenkmünzen bezeichnet
und zu bestimmten Anlässen herausgegeben wurden (Beispiel:
40 Jahre Deutsche Mark mit dem Bild von Ludwig
Erhard). Allerdings handelte es sich bei diesen Münzen
um Ausgaben, die oft viele Jahre geprägt wurden.
Der vollständige Artikel im DEUTSCHEN
MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Januar / Februar 2004.
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