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Ihrem Artikel Vom Ursprung der deutschen Prägezeichen
ist zu entnehmen, dass die Zuordnung der Prägebuchstaben
offensichtlich alphabetisch vorgenommen wurde. Meine Fragen:
Warum fehlt das I? Und: Existierten im Kaiserreich/Deutschland
nur die genannten neun Prägestätten?
Stephan Andrè,
10249 Berlin
Anmerkung der Redaktion: Auf das große i
hat man wegen der Verwechslungsgefahr mit dem J
bei der Vergabe der Prägebuchstaben im Deutschen Reich
verzichtet.
Hier nochmals die komplette Aufstellung der deutschen Münzstätten
(mit Jahreszahlen):
A = Berlin
B = Hannover (1872-1878)
B = Wien (1938-1944)
C = Frankfurt am Main (1872-1887)
D = München
E = Dresden (1872-1887)
E = Muldenhütten (1887-1953)
F = Stuttgart
G = Karlsruhe
H = Darmstadt (1872-1882)
J = Hamburg (ab 1875)
T = Tabora, Deutsch-Ostafrika (1916)
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In Ihrer Antwort auf die Leserfrage (DMM5/2001, Leserforum)
haben Sie eine komplette Aufstellung der deutschen
Münzstätten angefügt, die jedoch keineswegs
komplett ist. Darf ich Sie darauf hinweisen, dass Sie zum
Beispiel die (bis 1688) größte Münzstätte
von Brandenburg-Preußen, nämlich Königsberg
(Prägezeichen E), nicht aufgeführt haben,
wie auch B = Breslau, F = Magdeburg, D = Düsseldorf u.
a. fehlen. In Ihrer Aufstellung wäre demnach nachzutragen:
B = Breslau (1750-1768,
1799-1803, 1812-1826)
B = Glatz (1813)
C = Kleve (1750-1767)
D = Düsseldorf (1817-1848)
D = Aurich (1750-1763)
E = Königsberg (1261-1309,
1456-1728, 1751-1803)
F = Magdeburg (1750-1769)
G = Stettin (1752-1754).
Friedrich Borchert
21682 Stade
Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für den
Nachtrag. Allerdings bezog sich die Leseranfrage von Stephan
Andrè in unserer vorigen Ausgabe auf die Prägestätten
im deutschen Kaiserreich, weshalb wir in der Antwort eben
nur die deutschen Münzstätten ab 1871 aufgeführt
haben.
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Sie schreiben, dass das Bundesministerium der Finanzen für
Gedenkmünzen eine Wertgarantie ohne zeitliche Begrenzung
gibt. Bedeutet das, dass die DM-Gedenkmünzen ohne zeitliche
Begrenzung zum ehemaligen Münzwert eingetauscht werden
können? Sind dabei eventuell Gebühren zu entrichten?
Karl-R. Geist
88709 Meersburg
Anmerkung der Redaktion: Die Bundesregierung garantiert
unbegrenzt für den Nennwert aller DM-Münzen und
Geldscheine. Dies gilt selbstverständlich auch für
Gedenkmünzen. Es besteht deshalb derzeit überhaupt
kein Handlungsbedarf, DM-Sammlermünzen übereilt
zurückzugeben. Erst mal in Ruhe abwarten, wie sich der
Wert entwickelt zum aufgeprägten Nennwert, umgerechnet
in Euro, könnte man sie schließlich auch in zehn
Jahren noch zurücktauschen.
Bei den über 140 Zweigstellen der Landeszentralbanken
(in allen größeren Städten) wird der Umtausch
in gültige Zahlungsmittel auch in Zukunft keine Gebühren
kosten.
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Wer ist seit der Euro-Einführung für Münzen
und Scheine verantwortlich Bundesbank oder Regierung?
Und wie sieht es in anderen Ländern aus?
Florian Gils
64385 Reichelsheim
Anmerkung der Redaktion: Das Münzregal, also
das alleinige Recht, Münzen prägen zu lassen, ist
auch nach der Euro-Einführung bei den Finanzministern
der Mitgliedsstaaten verblieben. Deshalb gibt es auch nach
2001 weiterhin deutsche, französische, österreichische
oder spanische Kurs- und Gedenkmünzen - nur eben mit
einheitlicher Währung. Anders bei Geldscheinen: Hier
ist die Europäische Zentralbank für die ganze Eurozone
verantwortlich.
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Als ich vor ein paar Monaten als Erinnerung an die Mark fünf
Kursmünzensätze in Stempelglanz kaufte, habe ich
gar nicht darauf geachtet: Was ist der Unterschied zwischen
Spiegelglanz, Stempelglanz und Polierte Platte?
Uwe Stephan
per E-Mail
Anmerkung der Redaktion: Bei den Erhaltungsgraden
von Münzen wobei immer die schlechtere Seite den
Gesamteindruck bestimmt sind aus Sammlersicht vor allem
die höheren Stufen, von Polierter Platte (PP) bzw. Spiegelglanz,
über Stempelglanz (st), bis hin zu vorzüglich (vz),
sehr schön (ss) und schön (s), von Bedeutung.
Eine Münze in Polierter Platte von
deutschen Prägestätten auch als Spiegelglanz
bezeichnet weist aufgrund ihrer extrem hohen Prägequalität
ein mattiertes Relief auf hochglänzendem Hintergrund
auf und muss absolut makellos sein (Achtung: Am besten nicht
aus der Originalverpackung und nehmen und nicht mit den bloßen
Fingern berühren!).
Frisch geprägte Münzen in Normalausführung,
die nicht in den Zahlungsverkehr gelangten und unbeschädigt
sind, erscheinen in leicht glänzendem Stempelglanz.
Den nächst niederen Erhaltungsgrad vorzüglich
haben Münzen, die kleinere Verletzungen aufweisen. Jedoch
nicht im Relief, denn dann gehören sie je nach
Beschädigungsgrad in die unteren Kategorien sehr
schön bis schön. Bei modernen
Münzen gilt diese Erhaltung allerdings bereits nicht
mehr als sammelwürdig. Lediglich bei antiken Prägungen
sind sehr schön oder schön
erhaltene Münzen noch von Interesse. Allerdings: Ob ein
Stück nun vorzüglich oder nur noch sehr
schön ist, lässt man im Zweifelsfall eher
einen Fachmann beurteilen.
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Ich besitze eine 2-Pfennig-Münze der Bundesrepublik
Deutschland mit Prägejahr 1981. Diese Münze trägt
kein Münzzeichen der Prägeanstalt. Sind solche Münzen
bekannt und gegebenenfalls welchen Wert haben diese?
Werner Albrecht
71277 Rutesheim
Anmerkung der Redaktion: Dass Teile des Münzmotivs
nicht vollständig ausgeprägt sind, kommt öfter
vor. Dies liegt in der Regel an verschmutzten Prägestempeln.
Es handelt sich in diesen Fällen jedoch nicht um katalogisierte
Abarten oder Varianten, sondern um Prägezufälligkeiten.
Anders als bei Briefmarken hat sich hierfür auf dem Münzensektor
noch kein Markt gebildet. Deshalb haben diese Fehlprägungen
auch keinen außergewöhnlich hohen Handelswert.
Dennoch empfiehlt es sich, solche Münzen aufzuheben,
da sie interessante Belegstücke sind.
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In Ihrer vorigen Ausgabe schrieben Sie, dass die 20-Mark-Goldmünze
der Freien und Hansestadt Hamburg von 1881 sehr wertvoll sei.
Ich besitze diese Münze aus dem Jahr 1877. Sie wurde
mir in den vierziger Jahren von meinem Großvater, einem
Sammler von Goldmünzen, geschenkt, sodass an der Echtheit
des gut erhaltenen Stückes kein Zweifel besteht. Diese
geschenkte Münze war der Anlass, selbst mit dem Sammeln
zu beginnen. Nun meine beiden Fragen: Ist nur die entsprechende
Münze aus dem Jahr 1881 infolge einer geringen Auflage
so wertvoll? Haben andere Jahrgänge dieses Geldstückes
eine ähnliche Wertentwicklung erfahren?
Volker Stahr
50858 Köln
Anmerkung der Redaktion: Wie Sie bereits richtig erkannt
haben, ist der 1881er Jahrgang der 20-Mark-Goldmünze
Hamburgs (Prägebuchstabe J) deshalb so außergewöhnlich
teuer (Liebhaberpreise bis über 40.000 DM), weil nur
500 Stück davon geprägt wurden. Aber auch der Wert
der anderen Hamburger Kaiserreich-Goldmünzen zu 20 Mark
bewegt sich immerhin um die 300 DM. Vierstellige Preise erzielen
allerdings bei sehr schöner bis vorzüglicher
Erhaltung die Jahrgänge 1879 und 1889. Grund:
Von den 1879er 20-Mark-Goldmünzen Hamburgs sind nur knapp
über 100.000 Exemplare geprägt worden und der 1889er
Jahrgang erschien in einer Kleinauflage von gerade mal 14.429
Stück.
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Ich habe gehört, dass 50-Pfennig-Münzen aus dem
Jahr 1950 mit dem Aufdruck BANK DEUTSCHER LÄNDER
einen gewissen Wert haben. Nun habe ich kürzlich in meiner
Geldbörse eine dieser Münzen, allerdings aus dem
Jahr 1949 J gefunden. Hat auch diese Münze
einen Sammlerwert?
Wolfgang Jansen
per E-Mail
Anmerkung der Redaktion: Sofern Ihre 50-Pfennig-Münze
noch den Erhaltungsgrad vorzüglich aufweist,
ist sie wie alle übrigen 50-Pfennig-Ausgaben mit
Aufschrift BANK DEUTSCHER LÄNDER maximal
mit bis zu 35 Mark katalogisiert. Schließlich sind diese
Ausgaben in Millionenauflagen erschienen. Lediglich vom 1950er
Jahrgang wurden in Karlsruhe (Prägebuchstabe G)
irrtümlich nur 30.000 Stück geprägt, weshalb
diese Münzen sehr wertvoll sind Preise in vierstelliger
Höhe sind hier keine Seltenheit.
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Die im Deutschen Münzen Magazin vorgestellte erste
deutsche Euro-Gedenkmünze entspricht einer Fehlprägung.
Auf Seite 12 drucken Sie eine Europakarte anderer Darstellung
ab. Auf der abgebildeten Münze sind Schweden und Großbritannien
als Mitglieder der Europäischen Währungsunion dargestellt.
Welche Version ist nun richtig?
Konrad Selke
06268 Schnellroda
Anmerkung der Redaktion: Mit Ihrer Feststellung haben
Sie völlig recht. Unsere Darstellung hebt ausschließlich
die tatsächlichen Teilnehmerländer der Europäischen
Währungsunion hervor, während die erste deutsche
10-Euro-Gedenkmünze 2002 Übergang zur Währungsunion,
genau wie die Euro-Kursmünzen, auch die restlichen EU-Mitglieder,
Dänemark, Großbritannien und Schweden, in den Vordergrund
rückt.
Im Ergebnisprotokoll des Preisgerichts heißt es hierzu:
Auf der Bildseite sind die Konturen des europäischen
Kontinents mit besonderer Hervorhebung der augenblicklichen
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erkennbar. Damit
wird die Perspektive der Europäischen Union und ihrer
Währung bildlich erfahrbar.
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