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| Fein- oder Raugewicht |
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Auf meinem Krügerrands von Südafrika steht aufgeprägt
1 OZ FINE GOLD. Dies müsste doch bedeuten,
dass es sich um eine Goldmünze von einer Unze Gewicht
handelt, also rund 31,1 Gramm. Bei den technischen Daten zur
Münze heißt es aber, sie sei fast 34 Gramm schwer.
Was stimmt?
Kai Schmitt
per E-Mail
Anmerkung der Redaktion: Grundsätzlich muss bei
Edelmetallmünzen zwischen dem Feingewicht, also dem jeweiligen
Anteil an Silber oder Gold bei einer Münze, sowie dem
Rau- oder Gesamtgewicht unterschieden werden. Im Fall des
Krügerrands heißt dies, dass sich die aufgeprägte
Angabe 1 Unze Feingold auf den Gewichtsanteil
des Goldes bezieht, der somit 31,1 Gramm beträgt. Da
die Krügerrands traditionell jedoch mit einem Goldanteil
von 22 Karat (917/1000) erscheinen, ist zusätzlich noch
knapp drei Gramm Kupfer im Prägemetall enthalten. So
kommt das Gesamtgewicht der Münze von 33,9 Gramm zustande.
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| Kanada 300-Dollar-Goldmünze
2005 |
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300-Dollar-Münzen Kanada, 2005: Unterschiedliche
Uhrzeiger-Stellungen.
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Ich besitze Kanadas 300-Dollar-Goldmünze von 2005 zum
120. Jahrestag der Einführung der Standardzeit
1885 - 2005. Auf jeder Abbildung im Internet ist es
vier Uhr, auf meiner Münze aber ist es fünf Uhr.
Was ist richtig?
Dietmar Neef
09380 Thalheim
Anmerkung der Redaktion: Kein Grund zur Sorge: Nicht
nur die von Ihnen genannten Zeigerstellungen sind richtig,
sondern auch noch vier weitere. Die mit einem speziellen Laserverfahren
nach der eigentlichen Münzprägung aufgebrachten
Uhrzeiger gibt es in sechs verschiedenen Zeigerstellungen,
die den sechs Zeitzonen entsprechen, die es am 1. Januar 1885
in Kanada gab. Bei der Abbildung im Internet handelt es sich
offensichtlich stets um ein und dasselbe Foto der Königlich
Kanadischen Münzstätte, weshalb die Zeiger hier
immer auf vier Uhr stehen.
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| Anfänge der U.S. Mint |
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Da ich mich sehr für amerikanische Münzen interessiere,
würde ich gerne wissen, wann der erste US-Dollar geprägt
wurde. Und auch wer dafür verantwortlich ist, dass auf
den Münzen der USA das Glaubensbekenntnis IN GOD
WE TRUST auftaucht.
Michel Kiekhöfel
47906 Kempen
Anmerkung der Redaktion: Die ersten offiziellen Ausgaben
der U.S. Mint, der Staatlichen Münzstätte der Vereinigten
Staaten von Amerika, erschienen im Jahr 1793 noch ohne den
Wahlspruch In God we trust (Wir vertrauen in Gott).
Den Anfang machten die in Kupfer geprägten 1/2- und 1-Cent-Stücke,
auf denen die weibliche Landesallegorie Liberty
sowohl mit als auch ohne Freiheitsmütze zu sehen ist.
Ab 1794 wurden dann auch die ersten Halbdollars und Dollars
in Silber geprägt, auf denen die Liberty zunächst
nach Entwürfen von Robert Scot mit offenem, nach hinten
fließenden Haar dargestellt ist.
Das Motto In God we trust auf Münzen der
USA geht auf die Initiative eines Priesters aus Pennsylvania
zurück, der zu Zeiten des Bürgerkriegs stellvertretend
für zahlreiche Appelle seitens gläubiger Menschen
im ganzen Land in einem Brief von 1861 an das Schatzamt
forderte, Münzen sollten auch ein religiöses Bekenntnis
tragen. Daraus entwickelte sich dann drei Jahre später
das Münzmotto In God we trust, das erstmals
per Gesetz vom 22. April 1864 beschlossen und noch im selben
Jahr auf die neu eingeführten 2-Cent-Stücke geprägt
wurde. Allerdings war es noch keine zwingende Vorgabe für
sämtliche Wertstufen und Ausgaben. Erst am 11. Juli 1955
wurde die Aufschrift In God we trust per Gesetz
obligatorisch für alle Münzen der USA. Im Jahr darauf
schließlich wurde In God we trust sogar
offiziell zur nationalen Losung der Vereinigten Staaten erklärt.
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| Vergoldete Glückspfennige |
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Ich habe durch Zufall ein 2-Pfennig-Stück entdeckt,
das nicht den anderen gleicht. Die alten 2-Pfennig-Stücke
haben die Legierung Eisen kupferplattiert. Dieses 2-Pfennig-Stück
hat aber eine Legierung wie die 5- und 10-Pfennig-Stücke,
also Eisen tombakplattiert. Es ist aus dem Jahr 1992 und wurde
in Stuttgart (F) geprägt. Handelt es sich
um eine Fehlprägung?
Günter Stumpf
69257 Wiesenbach
Anmerkung der Redaktion: Von dem 2-Pfennig-Stück
von 1992, Prägezeichen F, ist keine solche
Fehlprägung katalogisiert. Möglicherweise handelt
es sich um einen jener Glückspfennige (mittlerweile
gibt es auch Glückscents), die nachträglich
vergoldet und in Drogeriemärkten oder Kaufhäusern
für ein paar Euro angeboten werden. Diese Stücke
sind allenfalls ein nettes Andenken und haben keinen besonderen
Sammlerwert. Den Status einer offiziellen Münze haben
sie durch die Manipulation verloren.
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| Einkaufen mit Gold-Euros? |
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Die Goldeuros sind gesetzliches Zahlungsmittel.
Soll ich damit einkaufen gehen und diese womöglich noch
als Korbmark verwenden? Immerhin sind es ja keine Scheidemünzen,
haben also wesentlich höheren Materialwert, als die aufgeprägten
100 Euro.
Horst Hille
07318 Saalfeld
Anmerkung der Redaktion: Der Status einer Münze
als gesetzliches Zahlungsmittel besagt nur, dass
der ausgebende Staat für den aufgeprägten Nennwert
garantiert und dass man sie im Zahlungsverkehr einsetzen kann.
Allerdings sind in Edelmetall geprägte Gedenkmünzen
natürlich viel zu schade, um damit an der Kasse zu zahlen.
Schließlich kommen hier zusätzlich der ideelle
Wert und natürlich auch das verprägte Edelmetall
hinzu. Letzteres gilt insbesondere für die deutschen
Gold-Euros, bei denen allein der Wert des enthaltenen Goldes
den Nennwert um mehr als das Doppelte übersteigt. Ähnlich
verhält es sich übrigens bei vielen Gedenkausgaben
anderer Länder. So übertrifft beispielsweise bei
den Silbermünzen zu 1,5 Euro von Frankreich oder zu 3
Rubel von Russland und 1 Dollar der USA, ebenso wie etwa bei
den 10-Euro-Goldmünzen der Niederlande allein der Wert
des enthaltenen Edelmetalls den jeweiligen Nennwert um ein
Vielfaches.
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| Euro-ähnliche Münzen
der Türkei |
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Kürzlich erfuhr ich, dass es in der Türkei seit
Ende 2005 neue Umlaufmünzen gibt. Diese
würden den Euromünzen sehr ähnlich sehen!
Manfred Schmidt
04275 Leipzig
Anmerkung der Redaktion: In den letzten Monaten wurde
in den Medien häufig von der Ähnlichkeit zwischen
den großen Euros und den neuen Kursmünzen der Türkei
zu 50
Kurus und 1 Lira berichtet. Sie sind nicht nur wie die 1-
und 2-Euro-Stücke in Bimetall geprägt, sondern haben
auch ähnliche Durchmesser und Gewichte. Die 50-Kurus-Münze
ist mit 23,85 Millimetern und 6,9 Gramm geringfügig größer
und leichter als die 50-Cent-Münze. Ähnlich verhält
es sich mit dem neuen 1-Lira-Stück im Vergleich zur 2-Euro-Münze,
wobei deren Gewicht sogar praktisch übereinstimmt. Von
der Motivgestaltung her sind Verwechslungen allerdings kaum
möglich. Insbesondere die fehlende Europakarte auf den
Wertseiten gemeinsames Merkmal aller Euro-Kursmünzen
sticht sofort ins Auge.
Und auch von Seiten der Automatenhersteller kam mittlerweile
Entwarnung: Zwar wurden in einigen älteren Geräten
türkische Lirastücke gefunden, doch bei hochwertigen
modernen Prüfsystemen hätten die neuen Bimetallmünzen
aus der Türkei keine Chance. Übrigens: Neben den
neuen türkischen Liramünzen gibt es weitere internationale
Doppelgänger der Euros, zum Beispiel thailändische
Baht, über die wir bereits berichtet haben.
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| Büffel-Goldmünze
der USA |
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Ich besitze eine 50-Dollar-Goldmünze Buffalo
(Bericht im Heft 5/2006), auf welcher aber der Prägebuchstabe
W für West Point fehlt. Der Buchstabe F
ist dagegen vorhanden. Die Münze war original verpackt
von der US-Mint. Warum fehlt bei mir der Prägebuchstabe
W? Besitze ich die Stempelglanz-Ausführung?
Klaus Mehler
per E-Mail
Anmerkung der Redaktion: Sie besitzen offenbar die
offizielle Version der American Buffalo Gold Coin
als Bullion- bzw. Anlagemünze, die in unlimitierter Auflage
in Stempelglanz erscheint. Sie wird zwar auch in der Münzstätte
West Point geprägt, aber trägt nicht deren Prägebuchstaben
W, der den PP-Versionen vorbehalten bleibt. Das
Münzzeichen F hat wie bereits in unserem
letzten Heft erwähnt nichts mit der Münzstätte
zu tun, sondern steht für den ursprünglichen Designer
James Earle Fraser.
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